DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hat sich nach dem Rekordtransfer des Walisers Gareth Bale für 100 Millionen Euro durch Real Madrid kritisch geäußert.

"Das sind Zahlen, die man nicht mehr begreifen kann. Wir müssen aufpassen, dass es im Fußball keine Preisspirale gibt, bei denen die kleinen Vereine kaputtgehen", sagte Bierhoff am Dienstag in München.

Durch Summen von 100 Millionen für Bale oder die 50 Millionen des FC Arsenal für Nationalspieler Mesut Özil gingen die Preise insgesamt in die Höhe, warnte Bierhoff. Der Profi-Fußball sei ein "freier Markt", aber es müsse darauf geachtet werden, nicht den Bezug zur Normalität zu verlieren, damit die Zahlen auch für die Fans noch greifbar seien.

Als positiv bezeichnete er, dass das Geld im Fußball-Kreislauf bliebe. "Wenn ich Manager von Tottenham wäre, würde ich mich riesig freuen", sagte er über die Spurs, die Bale an Real verkauft hatten.

Nationalspieler Sami Khedira äußerte sich zurückhaltender. "Mit Ablösesummen haben wir Spieler relativ wenig zu tun. Das können wir wenig steuern, da haben wir wenig Einfluss", sagte der Profi von Real Madrid.

Er hoffe, dass die Vereine wüssten, wie sie damit umgehen müssen: "Ich weiß nicht, ob es gesund ist, ob es gut ist."

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