Der Portugiese Carlos Queiroz versteht die Welt nicht mehr. Mit Ach und Krach hat er die iranische Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft in Brasilien geführt. Jetzt aber hat das ölreiche Land kein Geld mehr für sein Vorbereitungsprogramm. Das von ihm geplante Trainingscamp in Portugal musste aus finanziellen Gründen genauso abgesagt werden wie die gewünschten Testspiele. Auch sein Gehalt ist seit Monaten nicht mehr bezahlt worden.

«Wenn ihr nach Brasilien wollt, um dort Urlaub zu machen, kann ich euch bessere Urlaubsorte empfehlen», sagte der ehemalige Trainer von Real Madrid, Portugal und Südafrika.

Wieso das fußballverrückte Land auf einmal kein Geld mehr für die Nationalmannschaft hat, steht in erster Linie in Zusammenhang mit dem Streit um das kontroverse Atomprogramm des Landes und der damit verbundenen internationalen Sanktionen. Wegen des westlichen Öl-Embargos hat das Land über 40 Prozent seiner Einnahmen verloren. Auch im Nicht-Öl Sektor hat der Gottesstaat an Einkommen verloren, da viele Länder die Bankverbindungen mit dem Iran eingestellt haben.

Der iranische Fußballverband (FFI) kann wegen der Krise das angeblich fünf Millionen Euro teure WM-Vorbereitungsprogramm von Queiroz nun schlichtweg nicht finanzieren.

Das Land nimmt nach 1978, 1998 und 2006 ím kommenden Jahr in Brasilien erst zum vierten Mal an einer WM teil.

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