Jürgen Klinsmann sieht die in seiner Wahl-Heimat USA angestoßene Professionalisierung des Fußballs auf einem guten Weg.

"Auf allen Ebenen tut sich sehr viel", sagte der US-Nationalcoach in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt".

"Das gilt für die Nationalmannschaft als Aushängeschild, aber auch für den Nachwuchsbereich und die Trainingsbedingungen. Wir haben mittlerweile 80 Nachwuchsakademien, und die Liga wird bald auf 20 Teams aufgestockt", erklärte der Weltmeister von 1990.

"Ich bin sehr zufrieden. Viele Dinge im US-amerikanischen Fußball entwickeln sich positiv", meinte Klinsmann, der seinen Trainerjob beim US-Verband Ende Juli 2011 angetreten hatte.

Zugleich verwies der frühere deutsche Bundestrainer aber auch darauf, dass tiefgreifende Veränderungen in den USA leichter umzusetzen seien als etwa in Deutschland.

"Wir sind noch keine Fußballnation, dadurch ist die Aufmerksamkeit viel geringer", erklärte Klinsmann.

"Es interessiert dort niemanden, wie wir die Ernährung und das Training umgestellt haben und in welchem Hotel wir wohnen. Da gibt es kein Medienecho. Das macht vieles einfacher."

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