Ein Skandal um Wettbetrug erschüttert den Profi-Fußball in Tschechien. Die Polizei hat zwölf aktive und ehemalige Profis offiziell beschuldigt, illegale Absprachen vor Spielen getroffen zu haben.

Mehrere Spieler wurden vorläufig festgenommen. Das teilte ein Sprecher der Sondereinheit für Korruptionsbekämpfung in Prag am Donnerstag mit. Zwanzig weitere Spieler habe die Polizei vernommen und zur Aussage aufgefordert.

Die Polizei hatte am Mittwoch eine großangelegte Razzia begonnen und dabei 15 Wohnungen durchsucht.

Der nationale Fußballverband habe "unwiderlegbare Beweise" erhalten, dass es in der zweiten Liga zu Spielmanipulationen gekommen sei, bestätigte dessen Vizevorsitzender Roman Berbr dem tschechischen Rundfunk. "Diese Informationen haben wir der Polizei übergeben", sagte Berbr.

Konkrete Namen von Beschuldigten nannten die Behörden mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Es soll sich neben Zweit- und Drittliga-Spielern auch um Mitglieder von Erstliga-Vereinen handeln. Einen Polizeibesuch bestätigte bislang nur der FK Teplice.

Ein Spieler des Vereins fehlte nach Medienberichten beim Training.

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