Nach jahrelangen Justizermittlungen zum Bestechungsskandal im belgischen Fußball hat nun der Prozess gegen 31 Angeklagte begonnen.

Die Beschuldigten, darunter ehemalige Spieler und Funktionäre, müssen sich wegen Bestechung, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Erpressung vor dem Strafgericht in Brüssel verantworten, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag meldete.

Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2004 und 2006 zahlreiche Spiele der ersten und zweiten belgischen Liga manipuliert zu haben.

Die Verhandlungen vor dem Gericht sollen am 3. Februar 2014 beginnen.

Im Zentrum des Skandals standen die Vereine Lierse SK und der Club La Louviere.

Als Schlüsselfigur gilt der Chinese Ye Zehun.

Er soll Spieler mit Enthüllungen über deren Sexualleben unter Druck gesetzt haben, wie belgische Medien berichteten.

Er fehlt allerdings bei dem Prozess. Der Mann ist seit Jahren untergetaucht und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Im Zuge der damaligen Enthüllungen war unter anderem der Trainer von La Louviere zurückgetreten, während der damalige Trainer von Lierse SK von seinem neuen Arbeitgeber Excelsior Mouscron entlassen wurde.

Auch der belgische Rekordmeister RSC Anderlecht trennte sich von zwei Spielern, die zuvor in Diensten von Lierse SK standen: Sie hätten "Handlungen, die mit der sportlichen Ethik nicht vereinbar waren", zugegeben.

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