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Die Europäische Fußball-Union (UEFA) bestraft angeblich rund 20 Vereine wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay, darunter die Scheich-Klubs Manchester City und Paris St. Germain.

Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Frankreich und England verschickte die zuständige Untersuchungskammer am Wochenende Vergleichsangebote an die betroffenen Vereine, mit denen die Sanktionen gemindert werden könnten. Deutsche Vereine dürften nicht betroffen sein.

Der englische "Telegraph" berichtet von einer "sportlichen und wirtschaftlichen" Strafe gegen die Citizens, die in der kommenden Saison weniger als die eigentlich üblichen 25 Spieler für die Champions League melden dürften. Zudem solle Manchester auf dem Transfermarkt im Sommer stark eingeschränkt sein.

Laut der französischen "L'Equipe" muss auch der französische Meister Paris seinen Kader für die Königsklasse, die Gehälter und Transfers begrenzen, in den kommenden zwei Jahren seine Konten ausgleichen und eine Geldstrafe zahlen.

Paris habe laut "L'Equipe" bis Mittwoch Zeit, Einspruch einzulegen, der Telegraph schrieb von einem Fristende am Donnerstag. Lehnen die Vereine den angebotenen Vergleich ab, könnte eine drakonische Strafe drohen. Am Donnerstag und Freitag wird über die Einsprüche beraten, bevor die UEFA Anfang kommender Woche einen aktuellen Stand verkünden wird.

Die UEFA hat sich mit dem Financial Fairplay zum Ziel gesetzt, dass die Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben. Sie dürfen nur so viel ausgeben, wie sie einnehmen. Der Strafenkatalog reicht derzeit vom Vorenthalt von Antritts- und Siegprämien bis hin zu Beschränkungen des Spielerkaders und zum Verbot der Teilnahme an Wettbewerben.

UEFA-Präsident Michel Platini hatte jüngst betont, er wünsche sich keine Ausschlüsse von Vereinen aus der Champions League. "Aber ich bin auch nicht gegen Bestrafungen. Wenn Vereine gegen die Regeln verstoßen, müssen sie die Konsequenzen tragen", sagte er.

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