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Theo Zwanziger war von 2006 bis 2012 Präsident des DFB © getty

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger setzt den Fußball-Weltverband FIFA nach den neuen Korruptionsvorwürfen gegen Katars Bewerbung für die WM 2022 unter Druck.

Der Jurist aus Altendiez fordert schnellere Ermittlungsergebnisse.

"Die Sache drängt. Spätestens nach der WM in Brasilien erwartet die Öffentlichkeit Aufklärung, damit wir uns endlich von den vielen Spekulationen befreien können", sagte Zwanziger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Das Bemühen der FIFA, eine neue Glaubwürdigkeit zu erlangen, droht zu scheitern. Zwanziger ist Mitglied im Exekutivkomitee der FIFA.

Er sieht die FIFA-Ethikkommission im Zugzwang, die über ihren Chefermittler Michael Garcia schon seit Monaten Material zu der umstrittenen WM 2022 in Katar sammelt und dazu auch Zeugen innerhalb des FIFA-Vorstandes vernommen hat.

Bisher hat der Vorsitzende der FIFA-Spruchkammer, der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert aus München, aber augenscheinlich keine Ergebnisse aus dieser Investigationstätigkeit vorliegen.

Zwanziger: "Zur Unabhängigkeit der Ethikkommission gehört auch die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen. Und die erreichen wir jetzt nur durch eine zeitnahe Entscheidung durch die Vorlage des Untersuchungsberichts und ein daraus möglicherweise resultierendes Verfahren. Dafür sind Herr Garcia und Herr Eckert zuständig."

Die britische "Sunday Times" hatte berichtet, dass der ehemalige katarische Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC, Mohamed Bin Hammam, die WM-Bewerbung seines Heimatlandes mit 3,7 Millionen Euro Bestechungsgeldern forciert habe.

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