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In Katar soll die WM 2022 stattfinden © getty

Nach neuen Vorwürfe um Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der WM 2022 an Katar hat das Organisationskomitee nun eine Warnung an die FIFA ausgesprochen.

Auf die Forderungen einer Neuvergabe der WM 2022 in Katar, die vermeintlich mit Schmiergeldzahlungen des früheren FIFA-Vizepräsidenten Mohamed Bin Hammam erkauft wurde, reagierte das WM-Organisationskomitee des Wüstenstaates mit einem beachtenswerten Hinweis.

"Wir werden alle nötigen Schritte einleiten, um die Integrität der Bewerbung Katars zu verteidigen", schrieb das OK - und fügte in einem kurzen, aber umso wichtigeren Nebensatz an: "Unsere Anwälte beschäftigen sich mit dieser Angelegenheit".

Unter anderem der britische FIFA-Vizepräsident Jim Boyce (Nordirland) hatte als Reaktion auf den Bericht der britischen Zeitung "Sunday Times" über Bin Hammams unlautere Zahlungen in Höhe von 3,7 Millionen Euro an FIFA-Mitglieder bereits angedeutet, er habe mit einer Neuvergabe "überhaupt kein Problem", sollten sich die Vorwürfe bestätigen.

Dafür zuständig ist die Ethikkommission mit Chefermittler Michael Garcia, der derzeit die Mitglieder des katarischen WM-OK im Oman befragt."Die entscheidende Frage ist, ob der Zeitungsbericht stimmt. Garcia ermittelt seit geraumer Zeit, aber bislang liegt nichts Offizielles vor", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Auch aufgrund des Berichtes der "Sunday Times", in dem von einem ausgeklügelten Bestechungssystem die Rede ist, dürfte Garcias Abschlussbericht allerdings noch auf sich warten lassen.

Bis zum Ende der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) werden FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und Co. wohl noch ihre Ruhe haben.

Dann aber wird es um Bin Hammams genaue Rolle bis zu seiner lebenslangen Sperre Ende 2012 gehen.

Laut WM-OK habe er weder eine "offizielle noch inoffizielle Rolle" bei der Bewerbung gespielt.

Überhaupt habe die Bewerbung den "höchsten Standards an Ethik und Integrität" entsprochen.

"Wir kooperieren in vollem Umfang mit Mr. Garcia und seiner Untersuchung und sind vollkommen davon überzeugt, das jede unabhängige Untersuchung zu dem Schluss kommt, dass wir die Ausrichtung der WM 2022 fair gewonnen haben", schrieb das Organisationskomitee.

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