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Michel Platini, Präsident der UEFA, hat sich gegen Berichte über eine Verstrickung in die Korruptionsaffäre rund um die Vergabe der WM 2022 an Katar zur Wehr gesetzt.

"Die Verbreitung unbegründeter Gerüchte, die darauf abzielen, mein Image in der Öffentlichkeit zu beschmutzen, überrascht mich nicht mehr - gerade zu einem für die Zukunft des Fußballs wichtigen Zeitpunkt", schrieb der Franzose, der eine Kandidatur für das Amt als Präsident des Weltverbandes FIFA erwägt, in einem offenen Brief an die britische Zeitung "Telegraph".

Das Blatt hatte zuvor berichtet, dass Platini unmittelbar vor der WM-Vergabe 2010 ein geheimes Treffen mit dem früheren FIFA-Vizepräsidenten Mohammed Bin Hammam abgehalten habe.

Bin Hammam soll laut jüngsten Enthüllungen mit Schmiergeldzahlungen in Höhe von 3,7 Millionen Euro dafür gesorgt haben, dass ein Heimatland den Zuschlag für die Endrunde 2022 erhält.

"Ich finde es erstaunlich, dass Gespräche mit einem ehemaligen Mitgliedskollegen des FIFA-Exekutivkomitees zu einer Verschwörung erklärt werden", erklärte der bekennende Katar-Wähler Platini weiter und führte aus: "Bei diesen Treffen mit Mohammed Bin Hammam war meine Kandidatur als FIFA-Präsident ein Thema. Mohammed Bin-Hammam versuchte mich zu überzeugen, bei der FIFA-Präsidentschaftswahl 2011 anzutreten."

Platini gilt als möglicher Gegenkandidat von Joseph S. Blatter bei der Wahl des FIFA-Präsidenten im Jahr 2015.

Seine Entscheidung über eine mögliche Kandidatur will der Franzose aber nach eigenen Worten erst "nach der Sommerpause" bekannt geben.

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