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Theo Zwanziger hat den im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um die WM-Vergabe 2022 an Katar in die Schusslinie geratenen Franz Beckenbauer verteidigt.

"Aus der Tatsache, dass Fragen gestellt werden, darf man doch nicht den Schluss ziehen, dass der Befragte auch beschuldigt wird", sagte das deutsche FIFA-Exekutivmitglied Zwanziger zu SPORT1.

Und der ehemalige DFB-Präsident betonte, dass seine "hohe Wertschätzung" für Beckenbauer durch diesen Vorgang "in keiner Weise beeinträchtigt" worden sei.

Beckenbauers Name war in der Korruptionsaffäre um die WM 2022 in Katar vor einigen Tagen erstmals gefallen.

Am Wochenende berichtete die britische Zeitung "Sunday Times" erneut über angebliche Bestechungen und Schmiergeldzahlungen rund um die Vergabe des Turniers an das Wüsten-Emirat am Persischen Golf.

Zwanziger mahnte in der Angelegenheit allerdings zu Sachlichkeit.

"Wenn man aufklären soll, muss man Fragen stellen können, besonders an die, die bei der Vergabe dabei waren, wie das bei Beckenbauer der Fall ist. Also, was ist daran Dramatisches?", sagte Zwanziger zu SPORT1: "Der Vorgang beweist nur, dass die Reform der FIFA erfolgreich ist. Denn es wird jetzt ernsthaft und kompetent aufgeklärt und ermittelt."

Zudem erklärte der ehemalige DFB-Präsident Zwanziger, der erst seit 2011 im Exekutivkomitee der FIFA sitzt, dass auch er zum Verhältnis des DFB zum Australischen Verband befragt worden sei.

"Selbstverständlich habe ich meine Aussage gemacht. Die Fragen haben mir gezeigt, wie breit Garcia (FIFA-Chefermittler Michel Garcia, Anm. d. Red.) seine Ermittlungen angelegt hat", sagte Zwanziger: "Im Interesse einer möglichst umfassenden Aufklärung finde ich das gut."

Australien war im Werben um die WM 2022 Katar unterlegen.

Hier weiterlesen: Katar: Zwanziger verteidigt Beckenbauer

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