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Wolfgang Niersbach (l.) nimmt Franz Beckenbauer in Schutz © getty

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat Franz Beckenbauer nach den jüngsten Verwirrungen um die Korruptionsaffäre zur Vergabe der WM 2022 an Katar mit deutlichen Worten in Schutz genommen.

"Ich weiß, dass Franz ein absoluter Ehrenmann ist", sagte Niersbach im Vorfeld des 64. Kongresses des Weltverbandes FIFA.

Jede "wie auch immer geartete Unterstellung gegen ihn kann ich zurückweisen", sagte der DFB-Chef: "Mir fällt dazu nichts mehr ein. Man weiß ja gar nicht mehr, wer das alles anrührt, dieses Gemisch aus Gerüchten, Spekulationen und Halbwahrheiten, die dann zu angeblichen Fakten werden - das ist nicht mehr normal."

Beckenbauers Name war am Sonntag erstmals in dem umfangreichen Material der britischen Zeitung "Sunday Times" aufgetaucht, das vermeintlich zur Aufdeckung von Schmiergeldzahlungen vor der Wahl Katar im Dezember 2010 betragen könnte.

Demnach sei Beckenbauer, damals Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee von der Schlüsselfigur der Vorwürfe, Mohamed Bin Hammam, nach Katar eingeladen worden.

Beckenbauer hatte selbst jegliche Vorwürfe immer vehement zurückgewiesen.

Die Katar-Affäre steht im Mittelpunkt der Ermittlungen von Chefermittler Michael Garcia, der auch während des Kongresses am Mittwoch sprechen wird.

Was in dem Abschlussbericht des früheren US-Anwalts, der in sechs Wochen fertiggestellt sein soll, stehe, "weiß ich nicht", sagte Niersbach.

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