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Das erste Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel gibt es bei der Weltmeisterschaft 1958. Die Franzosen um ihren Ausnahmestürmer Just Fontaine (r.) gewinnen das "kleine Finale" um Platz drei mit 6:3. Fontaine schiesst vier seiner insgesamt 13 Tore gegen Deutschland. Das kann auch Karl-Heinz Schnellinger nicht verhindern
© imago

Nach 56 Jahren wurde Frankreichs ehemaligem Torjäger Just Fontaine endlich die große Ehre zuteil. Auf dem Kongress des Weltverbandes FIFA in Sao Paulo erhielt der 80-Jährige am Dienstagabend den Goldenen Schuh als bester Torschütze der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden.

Dort hatte der in Marokko geborene Ausnahmeangreifer 13 Treffer erzielt - das bedeutet bis heute Rekord für ein Turnier. Überreicht wurde ihm die Trophäe von UEFA-Präsident Michel Platini und Brasiliens ehemaligem Starspieler Ronaldo, der mit insgesamt 15 Toren erfolgreichster WM-Torschütze aller Zeiten ist.

Fontaine bedankte sich in seiner Rede bei seinen damaligen Mitspielern und seiner Frau.

Angesprochen auf seine Vier-Tore-Gala im kleinen Finale um Platz drei gegen Deutschland hatte Frankreichs WM-Held über seinen damaligen Gegenspieler Karl-Heinz Schnellinger gesagt: "Den habe ich vernascht."

Fontaine musste sich damals mit Präsenten zufrieden geben. In einem Zimmer in seinem Haus in Toulouse, das an ein Museum erinnert, hängt noch das Gewehr, das ihm die schwedische Boulevard-Zeitung Expressen schenkte. "Die Torjägerkanone gab es ja noch nicht. Und den Goldenen Schuh von adidas auch nicht", sagte Fontaine.

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