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Sky-Experte Franz Beckenbauer kann die Enttäuschung bei UEFA-Präsident Michel Platini über die geplante Kandidatur von Joseph S. Blatter für die Wahl zum FIFA-Präsidenten im Jahr 2015 nachvollziehen.

"Michel Platini hat sich Hoffnung auf die Nachfolge von Sepp Blatter gemacht. Jetzt wird er vor vollendete Tatsachen gestellt, indem Blatter sagt, dass er noch eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident machen will. Platini ist jetzt zurecht beleidigt. Die beiden scheinen sich mittlerweile nicht mehr zu verstehen", sagte Beckenbauer im Exklusiv-Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD.

Außerdem glaubt Beckenbauer, dass der amtierende UEFA-Präsident nun auf eine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten verzichten wird.

"Platini wird nicht antreten. Michel ist viel zu schlau. Er weiß, dass er überhaupt keine Chance hat. Europa ist nicht der Nabel der Welt. Es sind insgesamt 209 Stimmen zu vergeben, davon hat Europa 54 und der Rest ist komplett Sepp Blatter. Er wird alle Stimmen aus Afrika, Südamerika und Asien bekommen", so Beckenbauer.

In der jüngsten Debatte um die Einführung eines Videobeweises, für den sich FIFA-Präsident Blatter zuvor beim 64. Kongress des Weltverbandes ausgesprochen hatte, äußerte sich Beckenbauer skeptisch.

"Ich halte nicht sehr viel vom Videobeweis. Es gibt sowieso genug Unterbrechungen im Spiel, wenn jetzt auch noch gestoppt wird, um zu sehen, wie die Situation wirklich war, dann gibt es wieder eine zusätzliche Unterbrechung. Ich glaube nicht, dass das dem Spiel gut tut", so Franz Beckenbauer bei Sky Sport News HD.

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