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Reinhard Grindel ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages © getty

Die Kritik des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Weltverband FIFA um Präsident Joseph S. Blatter reißt nicht ab. DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel sieht die erneute Kandidatur Blatters für den Chefposten kritisch und fordert mehr Geld von der FIFA für die nationalen Verbände.

Als Schatzmeister des international größten Verbandes belastet es Grindel, dass "die FIFA von den stark gestiegenen Einnahmen aus TV- und Sponsorengeldern nur einen Bruchteil" an die teilnehmenden WM-Nationen ausschüttet. Das dürfe so nicht bleiben, sagte Grindel der "Leipziger Volkszeitung".

"Jede Nation muss durch die Teilnahme am WM-Turnier finanzielle Spielräume erhalten, um die Talent- und Nachwuchsförderung weiter zu verbessern", äußerte Grindel. Dafür werde er sich nach der WM-Endrunde bei der FIFA einsetzen.

"Finanzielle Entscheidungen der FIFA müssen in Zukunft unter Einbeziehung der großen nationalen Verbände viel breiter diskutiert werden als bisher", sagte Grindel. Die FIFA-Finanzkommission sollte personell erweitert werden, um so mehr Transparenz zu schaffen.

Laut Grindel "brauchen wir in der FIFA Reformen, die für Transparenz und Offenheit sorgen". Er sei sich deshalb mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach völlig einig, "wenn er die Frage aufgeworfen hat, ob eine FIFA-Reform ohne personellen Wechsel an der Spitze überhaupt vorstellbar ist".

Der Schatzmeister verwies darauf, dass es "alle im DFB" begrüßt hätten, "wenn Sepp Blatter den Weg für einen Generationswechsel freigemacht hätte". Nur so könnte "eine neue Dynamik im Reformprozess der FIFA entstehen".

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