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DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht den Umgang mit Franz Beckenbauer kritisch © imago

Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat FIFA-Präsident Joseph S. Blatter für dessen Umgang mit Franz Beckenbauer kritisiert.

Der Ehrenpräsident des deutschen Meisters FC Bayern war von der FIFA 90 Tage gesperrt worden, weil er sich zunächst geweigert hatte, Fragen über die Vorgänge zur WM-Vergabe 2022 an Katar zu beantworten.

"Franz Beckenbauer ist seit vielen Jahren in FIFA-Gremien tätig, er hat von FIFA-Präsident Sepp Blatter zig Ehrungen erhalten. Deshalb darf Blatter als Präsident das Thema aus meiner Sicht nicht einfach laufen lassen, auch wenn die Ethikkommission zuständig ist", sagte Hörmann der "Sport Bild".

Und weiter: "Er hätte eingreifen und Beckenbauer anrufen müssen: 'Lieber Franz, sei dir bewusst, es kommt zu Konsequenzen, die unpopulär sind, wenn du die Fragen nicht beantwortest'", so Hörmann.

Das ehemalige FIFA-Exekutiv-Mitglied Beckenbauer hat mittlerweile die Fragen beantwortet und darf auf eine Aufhebung der Sperre hoffen.

Das ist auch deshalb nötig, weil Beckenbauer ab dem Halbfinale nach Brasilien reisen und dort WM-Spiele besuchen will.

Hörmann zeigte auch wenig Verständnis für das Verhalten des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, der Nachfolger Wolfgang Niersbach in der Öffentlichkeit scharf angegriffen hatte. Zwanziger hätte das, "was ihn bewegt, intern ansprechen sollen", meinte der DOSB-Chef.

Unverständlich blieb Hörmann, wie Zwanziger seinen Job in der FIFA-Exekutive weiterhin ausüben könne.

"Mir ist nicht klar, wie Theo Zwanziger als Vertreter des deutschen Fußballs bei der FIFA bis 2015 noch verantwortungsbewusst gute Arbeit leisten kann, wenn jegliche Heimatbasis fehlt", meinte Hörmann.

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