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Franz Beckenbauer bleibt auch nach der FIFA-Affäre Markenbotschafter von adidas. © getty

Die anhaltenden Spekulationen über Korruptionsfälle im Weltverband haben beim deutschen FIFA-Sponsor adidas eine kritische Sicht auf die internen Vorgänge gesorgt.

"Ich sehe einiges an Verbesserungspotenzial", sagte adidas-Vorstandschef Herbert Hainer im Interview mit der "Bild"-Zeitung: "Reformen sind bereits angeschoben, ich hoffe, dass sie greifen."

Hainers Konzern hatte kurz vor WM-Beginn ebenso wie vier weitere der insgesamt sechs FIFA-Hauptsponsoren eine umfassende Aufklärung der Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar gefordert.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen für eine unerlaubte Beeinflussung der Wahl seitens Katar verdichtet.

Die FIFA-Sperre gegen Unternehmens-Botschafter und Fußball-Ikone Franz Beckenbauer hat laut Hainer keine Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit.

"Franz ist seit 50 Jahren unser Markenbotschafter und absolut integer. Unser Vertrauensverhältnis ist davon selbstverständlich unbeeinflusst", sagte der Chef des Herzogenauracher Sportartikel-Herstellers.

Beckenbauers frühere Weigerung, Fragen zu den Umständen des WM-Zuschlags für Katar zu beantworten, bezeichnete Hainer als "Kommunikationsproblem".

Der neue Aufsichtsrats-Vorsitzende des deutschen Fußball-Meisters Bayern München bestätigte auch Pläne für einen Besuch seines wegen Steuerhinterziehung inhaftierten Vorgängers Uli Hoeneß.

"Man hat mir berechtigte Hoffnungen gemacht, dass meinem Antrag stattgegeben würde", sagte Hainer. Seinen Informationen zufolge gehe es Hoeneß gut. Münchens Ex-Präsident verfolge die WM und habe sich außerdem sehr über den Meister-Titel für Bayerns Bundesliga-Basketballer gefreut.

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