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Ex-Bundesligaprofi Mohamadou Idrissou spielt seit dieser Saison für Maccabi Haifa
Ex-Bundesligaprofi Mohamadou Idrissou spielt seit dieser Saison bei Maccabi Haifa © imago

Im österreichischen Bischofshofen ist ein Testspiel zwischen Maccabi Haifa und OSC Lille wegen anscheinend pro-palästinensischen Demonstrationen vorzeitig abgebrochen worden.

In der 85. Minute stürmte eine Handvoll Zuschauer mit palästinensischen Flaggen das Spielfeld und geriet mit einem Spieler des israelischen Erstligisten aneinander.

Daraufhin entwickelte sich ein Handgemenge, Spieler, Betreuer und Sicherheitskräfte konnten die Situation aber nach wenigen Sekunden wieder beruhigen.

Stadionsprecher Fritz Windpichler vom SK Bischofshofen reagierte im Gespräch mit SPORT1 erschrocken.

"Bei internationalen Spielen haben wir keinen Stadionsprecher, ich war nur Zuseher, habe es von außen gesehen. Wir sind total geschockt, so etwas hätten wir nie erwartet", sagte Windpichler: "Die Randalierer sind dann gleich abgeführt worden."

Das Team von Maccabi habe anschließend mit Polizeischutz das Gelände verlassen. Auch während des Spiels sei "verstärkt" Polizei im Einsatz gewesen, hätte den Tumult aber nicht verhindern können.

Spieler wurden nach Aussage von Windpichler nicht verletzt.

Der Schiedsrichter hatte die Partie nach den Vorfällen vorzeitig beendet. Lille führte zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Ryan Mendes und des Ex-Wolfsburgers Simon Kjaer mit 2:0.

Mit Mohamadou Idrissou stand aufseiten Haifas ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Profi auf dem Platz.

Sechs Tage zuvor hatte Maccabi im knapp 50 Kilometer von Bischofshofen entfernten Leogang auch gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig getestet (1:1).

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