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Daniel Pranjic wechselte zur neuen Saison vom SC Heerenveen zum FC Bayern © getty

Daniel Pranjic ist nach dem Sieg über Milan nicht unzufrieden mit seinem Heimdebüt. Doch er sieht weiter Verbesserungsbedarf.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Bienenfleißig hat Daniel Pranjic am Mittwochabend die linke Mittelfeldseite des FC Bayern bearbeitet. (zur Sonderseite: Audi-Cup)

Beim 4:1-Sieg über den AC Milan (zum Spielbericht) lieferte er erneut das ab, was sein Trainer Louis van Gaal so sehr schätzt: Qualitätsarbeit.

Zwar wirken die Aktionen des Neuzugangs vom SC Heerenveen meist wenig spektakulär. Und doch gibt der Kroate dem Team mit seinen zuverlässigen Pässen Halt.

Nach dem Stand der Vorbereitung dürfte Pranjic ein festes Gesicht des künftigen Bayern-Mittelfelds werden. (Vereinsseite: Alle Infos zum FC Bayern)

Im Sport1.de-Interview spricht der 27-Jährige über das Heimdebüt in der Allianz Arena und die "größte Überraschung in der Mannschaft": Thomas Müller. (zum Nachbericht)

Sport1.de: Herr Pranjic, wie viel Spaß hat Ihnen dieser Kantersieg über den AC Milan gemacht?

Daniel Pranjic: Ich glaube, wir haben ganz gut gespielt. Es war unser erstes Spiel hier in der Vorbereitung. Wenn du 4:1 gegen Milan gewinnst, dann ist das ein gutes Ergebnis. Wir haben sehr gut kombiniert.

Sport1.de: Was hätte man noch verbessern können?

Pranjic: Es war schade, dass wir noch dieses eine Tor kurz vor Schluss kassiert haben. Milan hatte sonst kaum echte Chancen. Wir hatten es auf jeden Fall verdient zu gewinnen.

Sport1.de: Sie haben auf der linken Seite im Mittelfeld begonnen, scheinen dort gesetzt zu sein. Macht Sie das ein bisschen stolz?

Pranjic: Ich habe ja schon öfter gesagt, dass ich auf jeder Position auf der linken Seite spielen kann. Ich kann auch in der Abwehr den Job machen. Was der Coach verlangt, mache ich. Das ist für mich kein Problem. Aber meine Lieblingsposition ist schon die im linken Mittelfeld. Die Leistung war okay, kann jedoch noch viel besser sein.

Sport1.de: Haben Sie die Atmosphäre in der Allianz Arena bei Ihrem ersten Auftritt hier sehr genossen?

Pranjic: Natürlich. Auch in den Niederlanden gab es volle Stadien, aber nicht in dieser Größenordnung. Für mich ist das nicht so ungewöhnlich, ich habe auch schon mit Kroatien in Wembley gegen England gespielt.

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Sport1.de: Mark van Bommel hat auch gegen Milan das Team als Kapitän angeführt. Sehen Sie ihn auch in dieser Rolle für die kommende Saison?

Pranjic: Warum nicht?

Sport1.de: Was sind seine Qualitäten?

Pranjic: Er ist ein cleverer Spieler, spricht viel auf dem Feld und hilft auch den neuen Mitspielern sehr. Er kann ein guter Kapitän sein.

Sport1.de. Und wie ist Ihr Eindruck von Thomas Müller, der ja gegen Milan viele überrascht hat?

Pranjic: Thomas ist ein sehr guter Spieler. Er trainiert auch sehr gut. Ich habe ihn ja erst vor kurzem kennengelernt und aus meiner Sicht ist er bisher die größte Überraschung in der ganzen Mannschaft. Denn wenn du als junger Stürmer Klose, Gomez, Toni und Olic vor dir hast, dann ist es schwer. Aber er macht das sehr gut.

Sport1.de: Nach Milan und Manchester spielt Bayern am Sonntag im DFB-Pokal gegen den Underdog Neckarelz. Wird das nicht schwer, sich darauf zu konzentrieren?

Pranjic: Wir werden das am Sonntag sehen. Doch wir müssen auf jeden Fall gewinnen. Es spielt keine Rolle, wer da der Gegner ist. Wenn wir verlieren, sind wir raus. So einfach ist das.

Sport1.de: Haben Sie eigentlich schon einmal gegen einen Außenseiter ein Pokalspiel verloren?

Pranjic: Ich kann mich nicht erinnern. Nein, niemals. Und ich hoffe sehr, dass es diesmal nicht das erste Mal sein wird.

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