Der Fußball-Blog auf Sport1.de: Jupp Heynckes is back. Und mit Raute und einem "Tiger" sollte das Yuppie-Getue bei Bayern schnell vergessen sein.

Na endlich! Der Profi-Fußball hierzulande besinnt sich wieder auf seine alten Stärken.

Schluss mit dem Yuppie-Getue im Profi-Fußball, vor allem beim FC Bayern. Zehn Monate "Jugend forscht" a la Trainer-Grünschnabel Jürgen Klinsmann (44 Jahre) sind denn auch wirklich genug.

Dafür juppt's nun wieder so richtig, und zwar mit einem echten Fußball-Lehrer. Bei den Bayern sorgt Jupp Heynckes (63 Jahre) für die letzten fünf Saisonspiele für erfahrenen Frisch-Wind.

"Ich war ja auch nicht sonst wie lang weg", sagt der Uralt-Meister (Titel 1989 und '90) nach seiner Reaktivierung für die Trainerbank, auf der er zuletzt vor zwei Jahren saß.

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Das verspricht an der Säbener Straße also wieder elektrisierendes Knistern statt des bisherigen Jupp-Heidi-Heida mit einem am Ende doch allenfalls als Kriechstrom daherkommenden Energiefeld.

Wurde ja ohnehin gnadenlos überschätzt, dieser juvenile Zwang zum immerwährenden Vertikalpass, wie am Ende selbst Klinsmann wortlos einräumen musste.

Selbst die Doppel-Sechs ist deshalb nicht mehr en vogue. Dafür plötzlich wieder das Spiel mit zwei Stürmern (Hui!). Mit (Donnerlüttchen!) "einem gepflegten Pass und auch mal über Außen? (Hamit Altintop). Und nicht zuletzt mit einer Raute (Mönschenskind!).

Die trägt Heynckes ohnehin seit Jahrzehnten im Herzen. Wohl nur nicht am Samstag gegen Ex-Klub Mönchengladbach (ab 15 Uhr LIVE).

Da will Heynckes an die Münchner Fangemeinde lieber Liebesgrüße aus der Lederhose entsenden. Auf dass die Bayern doch noch irgendwie die 22. Meisterschaft ausgraben. Lass juppen, Kumpel!

So ähnlich hat das am Dienstag übrigens auch schon Klub-Manager Uli Hoeneß formuliert, als er Heynckes als Retter einer verkorksten Saison der Öffentlichkeit vorstellte.

An Heynckes' Seite gesellt sich noch der 54-Jährige Hermann Gerland, der harte (alte) Knochen oder "Kämpe" (O-Ton Hoeneß), den manche gar "Tiger" nennen.

Gerland hat dafür extra seinen Job als Trainer der Bayern-Amateure an den Nagel gehängt.

Den macht nun Mehmet Scholl. Dem 38-jährigen Ex-Profi, ausstaffiert bloß mit der Übungsleiter-Erfahrung bei Bayerns U13, haben sie allerdings gleich mal Ex-Bomber Gerd Müller (63) als Aufpasser dazugestellt.

Nach Klinsmann wollen sie bei den Bayern schließlich kein zweites Mal mit einem Youngster auf die Nase fallen. Auch nicht in den letzten paar Saison-Wochen in der Dritten Liga.

Lieber Old School statt Vorschule. Sicher ist sicher.

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