vergrößernverkleinern
Maik Franz ist wieder zurück und will "seinen" KSC vor dem Abstieg retten © getty

Im Keller-Duell zwischen Karlsruhe und Cottbus wollen die Badener ihre vielleicht letzte Chance auf den Klassenerhalt nutzen.

Karlsruhe/Cottbus - Energie Cottbus will die Auswärtsmisere beenden und einen entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen, Schlusslicht Karlsruher SC seine wohl letzte Chance im Kampf gegen den Abstieg nutzen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im Abstiegsknaller zwischen den Badenern und den Lausitzern am Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE) geht es fünf Spieltage vor dem Saisonende insbesondere für den KSC bereits um Alles oder Nichts.

"Wenn wir gegen Cottbus verlieren, sind wir so gut wie weg vom Fenster. Wir müssen gewinnen, sonst sieht es schlimmer aus als vorher. So realistisch sind wir", sagte KSC-Kapitän Maik Franz, der eine neuerliche Niederlage aber erst gar nicht in Betracht zieht: "So weit wird es nicht kommen. Denn wir sind besser."

Franz wieder dabei

Raubein Franz kehrt gegen Cottbus knapp ein halbes Jahr nach seinem letzten Spiel von Beginn an zurück in die Startformation der Badener.

Leidtragender könnte ausgerechnet Sebastian Langkamp sein, der mit seinem sensationellen Treffer zum 1:0 bei Bayer Leverkusen den Hoffnungen der Karlsruher auf den Klassenerhalt überhaupt erst wieder Leben eingehaucht hatte.

Bier für die Fans

Doch KSC-Coach Edmund Becker machte unmissverständlich klar, dass er auf einen Spieler wie Franz im "Sechs-Punkte-Spiel" gegen Cottbus nicht verzichten will.

"Ein Kapitän gehört einfach in die Mannschaft. Maik hat sicherlich noch Rückstände, aber ich hätte ihn gern von Anpfiff an dabei", sagte Becker und unterstrich damit den Stellenwert des beinharten Innenverteidigers für die Badener.

Franz selbst kündigte derweil an, für den Fall des Ligaerhalts des aktuellen Tabellenletzten den Karlsruher Fans nach dem letzten Spieltag 5000 Liter Bier zu spendieren. "5000 Liter für unsere Fans, wenn wir drinbleiben. Das haben sie sich dann auch verdient nach der verkorksten Saison", sagte Franz.

"Euphorie ist wieder da"

Unterdessen strotzen die Cottbuser nach dem überraschenden 2:0 gegen Titelkandidat VfL Wolfsburg nur so vor Energie.

Zwar setzte es auf fremdem Platz zuletzt vier Niederlagen in Folge, doch vor dem Abflug in einer extra angemieteten Charter-Maschine nach Karlsruhe verschwendete kein Spieler mehr auch nur einen Gedanken an den Auswärtsfluch.

"Die Euphorie ist wieder da. Das ist wie im Vorjahr, als wie die Bayern schlugen", sagte Cottbus-Kapitän Timo Rost, der dem KSC am Samstag im Wildparkstadion einen heißen Tanz verspricht: "Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Das ist ein Abstiegsknaller."

"Unglaublich wichtiges Spiel"

Energie-Coach Bojan Prasnikar wird voraussichtlich auf die Startelf setzen, die überraschend den VfL bezwang.

"Das wird ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Karlsruhe hat durch das Heimspiel einen leichten Vorteil, den wir wettmachen wollen", sagte Prasnikar, der wohl auch auf die leicht angeschlagenen Ivica Iliev (Adduktoren) und Daniel Ziebig (leichte Muskelprobleme) bauen kann.

Geyer glaubt an Klassenerhalt

"Jetzt geht es gegen Karlsruhe um die Big Points", meinte Energie-Manager Steffen Heidrich.

Und nach dem Erfolg gegen Wolfsburg glaubt mittlerweile auch Trainer-Ikone Eduard Geyer, von 1994 bis 2004 Coach der Lausitzer und bekannt für seine kritische Haltung, wieder an den Klassenerhalt des aktuellen Tabellen-15.: "Der Sieg gegen Wolfsburg gibt den Esprit, den man im Abstiegskampf benötigt."

Zum Forum - hier mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel