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Nationaltorhüter Robert Enke spielt seit 2004 in Hannover © getty

Hannover 96 gelingt in Bochum ein wichtiger Sieg. Für den Klub gibt es nun auch Hoffnung, dass Keeper Robert Enke bleibt.

Bochum - Als Robert Enke mit mehreren Weltklasseparaden die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt hatte, kannte die Erleichterung bei Hannover 96 keine Grenzen.

Nach dem 2:0 (2:0) beim VfL Bochum war endgültig klar, dass eine Saison "voller Irrungen und Wirrungen" (Trainer Dieter Hecking) ein gutes Ende nehmen wird.

Und Enke lieferte nach dem ersehnten ersten Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit mit einer viel versprechenden Ankündigung weiteren Grund zur Freude.

Enke macht 96 Mut

"Im Moment sieht alles danach aus, dass ich in Hannover bleiben werde", sagte der Nationaltorwart, der mit einer herausragenden Leistung auch Bundestrainer Joachim Löw und seinem zuletzt hochgelobten Bremer Rivalen Tim Wiese ein Zeichen gab.

In den letzten Wochen hätte sich "nichts getan", sagte Enke und wies darauf hin, dass sein bis 2011 laufender Vertrag "ein guter Vertrag" sei.

Angeblich haben Bayern Interesse

Allerdings schränkte er auch ein: "Ich werde es nicht hundertprozentig versprechen, weil man weiß, was im Fußball alles passieren kann."

Im Abstiegskampf sieht der Torhüter Hannover bereits als gesichert an: "Das war die Entscheidung. Mit dem ersten Auswärtssieg haben wir den Klassenerhalt sicher gemacht. Das ist ein Grund zu feiern."

Und mit einem Grinsen fügte er hinzu: "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für einen Auswärtssieg als Freitagabend, denn dann lässt der Trainer mindestens zwei freie Tage springen, und das hat super geklappt."

Angeblich soll der FC Bayern an Enke interessiert sein. Die Spekulationen über einen möglichen Wechsel des 31-Jährigen an die Isar ließen Trainer Hecking kalt: "Es gibt keine Anzeichen, dass er uns verlässt. Ich denke, Robert weiß, was er an Hannover hat."

Sollte ein Angebot für Enke eingehen, könnte es Jörg Schmadtke sein, der sich damit zu befassen hat.

Schmadtke Manager-Kandidat in Hannover

Der ehemalige Aachener Manager, der schon bei der Alemannia erfolgreich mit Hecking zusammengearbeitet hat, ist der Favorit für die Nachfolge des im Januar entlassenen Sportdirektors Christian Hochstätter.

In Bochum saß Schmadtke bereits auf der Tribüne.

"Wir führen derzeit viel versprechende Gespräche, und wenn sich das gute Gefühl verfestigt, könnte etwas daraus werden", sagte Schmadtke. Präsident Martin Kind hob allerdings hervor, dass man noch mit einem zweiten Kandidaten verhandele. Einen Namen nannte er nicht. Eine Entscheidung soll innerhalb der nächsten zwei Wochen fallen.

Bochum hat Ärger mit Fans

Während die Niedersachsen entspannt die Planungen für die kommende Saison vorantreiben können, muss der VfL Bochum nach der vierten Heimniederlage in Folge wieder mehr denn je den sechsten Abstieg seit 1993 fürchten.

Zu allem Überfluss legten sich Mannschaft und Management auch noch mit den eigenen Fans an.

"Es ist kein Nachteil, dass wir nun zwei Auswärtsspiele haben", meinte Manager Thomas Ernst mit Blick auf die vergiftete Stimmung.

In der ersten Halbzeit hatten die Fans nach einer schwachen Leistung des gesamten Teams und Gegentoren durch Arnold Bruggink (12.) und Hanno Balitsch (32.) Kapitän Marcel Maltritz zum Sündenbock gemacht und lautstark "Maltritz raus" gerufen.

Koller: "Überzeugt, dass wir die Klasse halten"

Nach der Pause zeigte der VfL zwar Moral, verzweifelte aber am bärenstarken Enke.

Mit Blick auf die Situation im Abstiegskampf könne er den Unmut der Fans verstehen, sagte Ernst, "aber dass sich die Fans einen einzigen Spieler rauspicken, ist natürlich unglücklich". Die Mannschaft schlug sich auf die Seite ihres Kapitäns und verweigerte nach dem Abpfiff den obligatorischen Gang zu den Fans.

Trotz der Unstimmigkeiten und eines schweren Restprogramms (in Berlin, in Hamburg, gegen Frankfurt, in Köln) blieb Trainer Marcel Koller optimistisch: "Wir haben noch vier Endspiele, und ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten."

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