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Karim Haggui (v.) kam 2006 von Racing Straßburg nach Leverkusen © getty

Die Königsblauen wachen zu spät auf und kassieren im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz eine bittere Niederlage gegen Leverkusen.

Gelsenkirchen - Schalke 04 hat nach den Wechselgerüchten um Felix Magath Nerven gezeigt.

Die Königsblauen kassierten beim 1:2 (0:2) gegen Bayer Leverkusen die erste Niederlage im insgesamt elften Spiel unter Interimstrainer Mike Büskens und mussten im Kampf um die internationalen Startplätze einen herben Rückschlage hinnehmen.

Bayer war nach den Enttäuschungen der vergangenen Wochen und im Vergleich zum peinlichen 0:1 gegen den Karlsruher SC nicht wiederzuerkennen und spielte vier Wochen vor dem Pokalfinale gegen Werder Bremen vor allem in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss.

Der zuletzt hart kritisierte Nationalstürmer Patrick Helmes brachte Leverkusen mit einem sehenswerten Hackentor in der neunten Minute in Führung.

Erstes Gegentor für Trainer-Trio

Es war der erste Gegentreffer für Schalke in der zweiten Amtszeit des Trainertrios um Büskens, das zuvor vier Spiele zu Null gewonnen hatte.

Noch vor der Pause sorgte Renato Augusto (26.) nach einer herrlichen Einzelleistung für das 2:0.

Kevin Kuranyi (87.) erzielte das Anschlusstor für die Gastgeber.

Ohne Sicherheit

Schalke begann nach dem 1:0-Sieg bei Bayer München mit viel Selbstvertrauen, traf aber von Beginn an auf heftige Gegenwehr und verlor schon mit dem ersten Gegentor seine Sicherheit.

Spätestens mit dem 2:0 war es um das königsblaue Selbstbewusstsein geschehen.

Renato Augusto narrte Christian Pander mit einem Übersteiger und ließ auch Manuel Neuer mit seinem Schuss in die Torwartecke schlecht aussehen.

Jones vermisst

Noch vor der Pause hatte Büskens ein Einsehen und brachte Orlando Engelaar für den überforderten Pander.

Levan Kobiashvili rückte auf die linke Abwehrseite. Innenverteidiger Heiko Westermann und Mittelfeldspieler Bendedikt Höwedes tauschten die Positionen.

Danach kam mehr Ordnung ins Schalker Spiel, dennoch wurde der gesperrte Nationalspieler Jermaine Jones im Mittelfeld schmerzlich vermisst.

Adler überragend

In der zweiten Halbzeit erhöhte Schalke den Druck, fand aber zumeist seinen Meister in Rene Adler.

Der Nationaltorwart war gegen Vicente Sanchez (52.) und gegen Kevin Kuranyi (66., 71.) sowie Westermann (74.) mit Klasseparaden zur Stelle.

Leverkusen verpasste nach schnellen Gegenstößen mehrfach die Chance zur frühzeitigen Entscheidung.

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