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Gemeinsamer Jubel: Wolfsburg Dreifach-Vollstrecker Edin Dzeko (r.) und Grafite © getty

Drei Tore des Bosniers binnen 13 Minuten lassen Hoffenheim ganz alt aussehen. Grafite setzt den Schlusspunkt beim Tabellenführer.

Wolfsburg - Nach den Wechsel-Unruhen um Trainer Felix Magath (Porträt) hat der VfL Wolfsburg sportlich zurückgeschlagen und seine Titelchance gewahrt.

Durch einen Hattrick von Edin Dzeko innerhalb von 13 Minuten (65./74./78.) und einem verwandelten Foulelfmeter von Grafite (89.) kamen die "Wölfe" zu einem verdienten 4:0 (0: 0) über Herbstmeister 1899 Hoffenheim und behaupteten damit ihre Tabellenführung.

Derweil mussten die Hoffenheimer, bei denen Andreas Beck den Elfmeter gegen Marcel Schäfer verursacht und deshalb die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Kraichgauer warten weiter seit dem 31. Januar auf einen Sieg.

Für die "Wölfe" war es bereits der 13. Heimsieg in Folge. Eine Woche nach dem 0:2 bei Energie Cottbus zeigten sich die Niedersachsen gut erholt und untermauerten ihre Ambitionen auf ihre erste deutsche Meisterschaft.

Dzeko überragend

Der überragende Dzeko erzielte seine Saisontore 17 bis 19, Magath bekam vor dem Spiel zunächst den Unmut der Fans über die jüngsten Wechselgerüchte um seine Person zu spüren.

Mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten die Wolfsburger Anhänger die Spekulationen der vergangenen Tage, der Trainer sei sich bereits mit Schalke 04 über eine Anstellung ab der kommenden Saison einig. (zum Artikel: Magath ablösefrei nach Schalke?)

Eine Bestätigung dafür hatte es bislang weder von Magath noch von den beiden Klubs gegeben. Auf dem Platz ließen sich die Niedersachsen die jüngsten Unruhen zunächst nicht anmerken.

Von Beginn an Druck

Die Platzherren übernahmen von Beginn an das Kommando und erarbeiteten sich schnell die ersten Torchancen der Partie. In der achten Minute bekam Dzeko eine Flanke von Marcel Schäfer am Fünfmeterraum vor die Füße, fand jedoch in Hoffenheims Keeper Timo Hildebrand seinen Meister.

Nur drei Minuten später machte es auch Grafite nicht besser, als er eine Freistoß-Flanke im Strafraum vergab.

Doch auch die Gäste hatten ihre Möglichkeiten. Zunächst konnte Demba Ba mit einem Kopfball aus sieben Meter VfL-Keeper Diego Benaglio nicht überwinden (24.), dann tauchte der Angreifer erneut frei vor dem Wolfsburger Schlussmann auf und schoss aus zehn Metern am Tor vorbei (39.).

Grafite zunächst an den Pfosten

Die beste Torgelegenheit der ersten Hälfte vergab Grafite in der Nachspielzeit, als er aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Zuvor hatte Hildebrand gleich mehrere Chancen der Niedersachsen mit guten Paraden vereitelt.

Auch nach dem Seitenwechsel gab es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 49. Minute setzte sich zunächst Schäfer links durch, traf jedoch nur das Außennetz. Dann parierte auf der anderen Seite erneut Benaglio glänzend einen Schuss von Boubacar Sanogo (55.).

Machtlos war schließlich Hildebrand, als Dzeko erneut vor ihm auftauchte und mit einem Flachschuss die Führung der Platzherren markierte.

Hildebrand verhindert Schlimmeres

Anschließend stellte er noch zweimal seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis und ließ die Pfiffe gegen Magath dadurch verstummen. Grafite schraubte mit seinem 23. Saisontor das Ergebnis noch in die Höhe.

Bei den Gastgebern überragten der dreifache Torschütze Dzeko und Torwart Benaglio. Bei den Gästen konnten sich Hildebrand und mit Abstrichen Kapitän Marvin Compper auszeichnen.

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