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Möglichen waren drei Titel? Steht der HSV am Ende gar mit leeren Händen da? © getty

Drei Titel waren möglich, nun ruhen die Hoffnungen auf dem UEFA-Cup. Hamburg hakt die Meisterschaft nach dem 1:1 gegen Hertha ab.

Von Tobias Schneider und Björn Huth

Hamburg - Es ist die große Chance gewesen, an Spitzenreiter Wolfsburg heranzurücken und im Kampf um Meisterschaft und Champions-League-Platz wichtige Punkte zu sammeln. Sowohl für den HSV, als auch für die Hertha.

Doch daraus wurde nichts.

Das 1:1 im Verfolgerduell zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC (zum Spielbericht) ist für beide Teams weder Fisch, noch Fleisch.

Fünf Punkte Rückstand hat der HSV auf die "Wölfe", derer vier sind es bei der Hertha.(DATENCENTER: 30. Spieltag).

"Die Schale ist jetzt weg"

Der Traum von der Meisterschaft - ist er an diesem Sonntag geplatzt?

"Wir wollten oben dran bleiben. Da hätten wir gewinnen müssen. Das einzige Ziel, das wir erreicht haben, sind die 55 Punkte. Zufrieden macht mich das nicht", sagte HSV-Coach Martin Jol nach dem Schlusspfiff und blickte etwas betröppelt in das weite Rund der HSH-Nordbank-Arena.

Auch Piotr Trochowski, einer der agilsten beim HSV, hat den Titel bereits abgehakt: "Ich glaube, die Schale ist jetzt weg. Wir haben nur noch vier Spiele. Da ist es fast unmöglich, da noch ranzukommen Wir müssen sehen, dass wir wenigstens die Champions League erreichen."

BVB sitzt Hamburg im Nacken

Marcell Jansen sieht zumindest noch die theoretische Möglichkeit, die erste Meisterschaft nach 26 Jahren zu feiern: "Wir sollten die Hoffnung noch nicht aufgeben", sagte der Torschütze zum 1:0, mahnte aber auch an: "Wir müssen aufpassen und nach hinten absichern."

Wohl wahr. Denn Borussia Dortmund, das zuletzt sechs Siege in Serie feierte, sitzt dem HSV im Nacken. Nur drei Punkte fehlen der Klopp-Elf auf den HSV.

Zweiter Titel futsch?

Vor wenigen Wochen waren noch drei Titel möglich. Nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Bremen und dem Remis in der Liga ruhen die Hoffnungen auf dem UEFA-Cup, dem letzten Strohhalm.

Ein Ausscheiden nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel 100151(Die Bilder des Spiels) käme einer Katastrophe gleich - und würde den Hanseaten für die verbleibenden Spiele in der Bundesliga wohl einen herben Dämpfer versetzen.

Bochum vor der Brust, Titel im Hinterkopf

Während in Hamburg die Stimmung nach dem Remis gedämpft ist, sind die Berliner Verantwortlichen mit dem Punktgewinn, den ihnen Gojko Kacar (66.) mit dem Ausgleich bescherte, durchaus zufrieden.

"Wir haben gegen Hoffenheim und Bremen gewonnen und in Hamburg einen Punkt geholt. Das ist eine gute Ausgangsposition für die restlichen Spiele", erklärte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. "Wenn wir nächste Woche gegen Bochum gewinnen, sehen wir, was noch möglich ist."

"Wir wollen das Maximum"

Josep Simunic, einmal mehr der Turm in der Schlacht in Herthas Defensive, äußert sich sogar noch etwas forscher: "Wir wollen das Maximum, also zwölf Punkte. Es ist noch einiges möglich, da wir, so glaube ich, das leichtere Restprogramm haben."

Dafür müsste Hertha aber offensiver und risikobereiter auftreten als in Hamburg.

Mit der defensiven "Eichhörnchen-Taktik" wird es zum Titel nicht reichen - und für die Champions League wohl auch nicht.

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