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Philipp Lahm hat noch bis 2012 einen Vertrag beim FC Bayern © getty

Philipp Lahm spricht mit Sport1.de über die Veränderungen bei den Bayern nach Heynckes' Amtsantritt. Gerland erhält ein Sonderlob.

Über den FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Glanzvoll war der 2:1-Arbeitssieg des FC Bayern über Borussia Mönchengladbach gewiss nicht.

Dennoch: Für die Münchner ist der Erfolg essentiell, auch weil sie nach dem Remis zwischen dem HSV und Hertha auf Platz zwei bleiben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Blickrichtung des FCB geht nun mal zwangsläufig in Richtung eines Startplatzes zur Champions League.

Somit scheint der Trainerwechsel von Jürgen Klinsmann zu Jupp Heynckes einen ersten Effekt gezeigt zu haben. Verbesserungspotenzial gibt es aber reichlich.

"Wir haben versucht, die Ideen des Trainers umzusetzen. In der ersten Halbzeit ist das gut gelungen, in der zweiten Hälfte nicht so", analysierte Kapitän Mark van Bommel kritisch. (NACHBERICHT: Mit Heynckes zwischen Vergangenheit und Zukunft)

"Heynckes hat versucht, die Kompaktheit der Mannschaft zu verbessern. Aber man muss das weiter trainieren."

Verteidiger Philipp Lahm (Porträt) dürfte dem sofort zustimmen.

Im Sport1.de-Interview spricht der Nationalspieler über die brisante Saisonendphase, das Spielsystem mit zwei Stürmern und die Stimmung im Team.

Zur unvorhergesehenen Laufeinlage von Co-Trainer "Tiger" Hermann Gerland, scherzt Lahm nur: "Wer so schnell ist wie er, der darf das."

Sport1.de: Herr Lahm, wie groß ist die Erleichterung, dass mit dem Sieg über Gladbach für Bayern weiterhin alles möglich ist?

Philipp Lahm: Es ist schön, wenn man gewonnen hat. Es war wichtig, dass wir gesiegt haben und eine gute Leistung gezeigt haben. Natürlich muss man gegen so einen Gegner höher gewinnen. Aber in erster Linie zählen in unserer Situation die Punkte.

Sport1.de: Was hat sich aus Ihrer Sicht durch den Trainerwechsel verändert?

Lahm: Jeder war etwas wacher und mit mehr Spaß bei der Sache. Man wusste, es kam etwas Neues. Und Jupp Heynckes hat uns gesagt: "Wir müssen Sicherheit bekommen im Passspiel."

Sport1.de: War es für die Mannschaft gut mit zwei Stürmern zu agieren? So gab es ja vorne eine Anspielstation zusätzlich.

Lahm: Das ist erst mal die Entscheidung des Trainers. Es hat aber sehr, sehr gut funktioniert gegen Gladbach, wir haben so viele Torchancen gegen einen sehr defensiven Gegner herausgespielt.

Sport1.de: Wie bewerten Sie aktuell nach dem Wolfsburger Sieg über Hoffenheim die Chancen im Meisterrennen?

Lahm: Unser Ziel bleibt die direkte Qualifikation für die Champions League. Das ist eh eine schwere Aufgabe, weil mehrere Mannschaften darum kämpfen. Das bleibt deshalb unser erstes Ziel.

Sport1.de: Nach der Amtsübernahme von Jupp Heynckes wurde viel darüber gesprochen, dass nun wieder positive Atmosphäre ins Team kommen soll. Wie ist die Stimmungslage?

Lahm: Man hat gesehen, dass jeder wieder Spaß hatte auf dem Platz, dadurch haben wir uns auch Chancen erarbeitet, dass jeder sich bewegt hat, den Ball wollte.

Sport1.de: Hätten Sie Co-Trainer Hermann Gerland den Zwischenspurt übers ganze Feld eigentlich zugetraut, als er Sie mit einer Wasserflasche versorgte?

Lahm: Ich wusste, dass Hermann Gerland fit war und sehr viel Wert darauf gelegt hat, dass auch seine Spieler fit waren. Das muss er auch vorleben. Und jetzt hat er es eben auf dem Platz gezeigt.

Sport1.de: War das Spiel gegen den Tabellen-17. Mönchengladbach auch eine Generalprobe für die Partie in Cottbus? Dieser Gegner dürfte ähnlich defensiv eingestellt sein.

Lahm: Wir wollten gegen Gladbach das Spiel gewinnen. Ab Dienstag können wir wieder auf das nächste Wochenende schauen und auf Cottbus.

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