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Milivoje Novakovic hat kein Problem, aus dieser Entfernung das Goldene Tor zu erzielen © getty

Trotz des beruhigenden Punktepolsters will Daum noch nicht an die kommende Spielzeit denken. Bremen fehlt ein bisschen Glück.

Köln - Die Fans sangen auf den Rängen und die Spieler tanzten auf dem Platz: Mit dem ersten Heimsieg seit einem halben Jahr hat sich der 1. FC Köln wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt.

Die Mannschaft von Trainer Christoph Daum feierte am Sonntagabend durch das 16. Saisontor von Kapitän Milivoje Novakovic ein 1:0 gegen eine B-Elf von Werder Bremen und hat mit 35 Punkten vier Spieltage vor dem Ende der Saison neun Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und elf auf den ersten Abstiegsrang.

Noch keine Feier in Köln

Noch nicht im sicheren Hafen fühlte sich nach dem wichtigen Dreier Dauer-Skeptiker Christoph Daum: "Wir haben den Abstand zu den unteren Rängen etwas vergrößert, aber die Saison ist heute noch nicht zu Ende."

Torjäger Novakovic hielt sich ebenfalls noch etwas zurück: "Das waren wichtige drei Punkte. Es ist ein Schritt, aber es ist noch nicht Schluss. Aber wir werden schon ein bisschen feiern."

Bremer lassen die Liga ausklingen

Für den DFB-Pokalfinalisten aus Bremen war das Spiel nach einer verkorksten Saison hingegen bedeutungslos.

Deshalb schonte Werder-Trainer Thomas Schaaf in Hinblick auf das Halbfinal-Rückspiel im UEFA-Cup am Donnerstag beim Hamburger SV zahlreiche angeschlagene Leistungsträger.

Gar nicht erst mit in die Domstadt angereist waren Spielmacher Diego und Stürmer Hugo Almeida. Zudem fehlte der gesperrte Kapitän Torsten Frings sowie die verletzten Aaron Hunt, Mesut Özil und Daniel Jensen. Insgesamt hatte Thomas Schaaf nur 16 Spieler dabei.

Cleverness fehlt der Bremer B-Elf

Trotz der zahlreichen Ausfälle bestimmten die Gäste von der Weser in der ersten Halbzeit das Geschehen eindeutig, zeigten die bessere Spielanlage und erarbeiteten sich durch Markus Rosenberg (12.) und Jurica Vranjes (16.) erstklassige Tormöglichkeiten.

Mit der mangelnden Torausbeute haderte Werder-Torwart Tim Wiese: "Wir hätten die Chancen reinmachen müssen, da hätten wir uns cleverer anstellen müssen."

Die Kölner, die zuvor den letzten von nur drei Heimsiegen am 7. November vergangenen Jahres mit dem 2:1 gegen Hannover 96 verbucht hatten, agierten viel zu nervös und konnten keine einzige Tormöglichkeit vorweisen.

Wiese bekam den Ball erstmals nach einem schwachen Freistoß von Nemanja Vucicevic zu fassen.

"Nova" trotz Verletzung top

Das Bild änderte sich in der zweiten Hälfte, in der die Kölner ihren Mut zusammennahmen und dem Gegner mehr und mehr Paroli boten.

Novakovic verfehlte zunächst noch aus aussichtsreicher Position das Tor (51.), doch nach einer guten Stunde drückte er eine herrliche Hereingabe von Vucicevic (61.) aus kurzer Distanz über die Linie.

Weitere klare Chancen ergaben sich zudem für Wilfried Sanou (67.) und erneut für Novakovic.

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