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Werders Diego (l.) und Franck Ribery sind die herausragenden Akteure ihrer Teams © getty

Sollte Trainer Louis van Gaal tatsächlich beim FC Bayern zusagen, wird er Verstärkungen fordern. Kandidaten gibt es genug.

Über den FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Eines steht schon fest.

Der FC Bayern ist wieder gewillt, richtig zu investieren.

Die Verhandlungen mit Trainer Louis van Gaal ("Hobby-Poet und Dickkopf") laufen, mit dem neuen Trainer soll die neue Saison konkret geplant werden 93065(Wer wird Bayern-Trainer? Die Bilder der Kandidaten).

Oberste Priorität hat die Personalie Franck Ribery. "Der Kampf um ihn wird brutal", hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß schon öfter verkündet.

Hoffnung gibt es indes wieder für Keeper Michael Rensing, dem Ex-Coach Jürgen Klinsmann die Qualität absprach und ihm Routinier Jörg Butt vor die Nase setzte.

Hoffnung für Rensing: Frey zu alt

Es war eine Entscheidung, die ihm Hoeneß noch immer übel nimmt. "Wir sind nicht sicher, dass es Michael nicht doch schafft", sagt der 57-Jährige.

Eine Verpflichtung des lange favorisierten Sebastien Frey scheint jedenfalls aus der Welt. Der 29-Jährige hat beim AC Florenz einen Vertrag bis 2013 und würde rund zehn Millionen Euro kosten.

Für Hoeneß ist das angesichts des Alters zu viel Geld. Robert Enke, der aus seinen Kontrakt bei Hannover 96 herausgekauft werden müsste, komme aus denselben Gründen nicht in Frage.

"Er wird 32, deshalb haben wir uns mit ihm nicht beschäftigt", wird Hoeneß in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert.

Eine Rolle in seinen Gedanken spielt allerdings Werders Mittelfeld-Ass Diego.

Die Münchner bringen sich in Stellung, sollte Ribery tatsächlich nicht zu halten sein.

Ribery liebäugelt mit Weggang

"König Franck" lässt bei seinen Aussagen zur Zukunft nicht selten durchblitzen, dass er gerne für Real Madrid oder den FC Barcelona spielen würde.

Barca soll angeblich bereit sein, 25 Millionen Euro plus Aliaksander Hleb oder Eidur Gudjohnsen zu bieten.

Manchester United hat den Dribbel-Franzosen ebenfalls auf dem Zettel und offeriert Medienberichten zufolge 60 Millionen Euro.

Das allerdings nur, wenn Cristiano Ronaldo zu Real wechseln würde. Und die Chancen darauf scheinen wieder gefallen zu sein. "Ich träume nicht mehr von Madrid. Dieser Traum ist tot", sagte der Portugiese dem Magazin "The People".

Wie auch immer, Diego selbst ist jedenfalls nicht abgeneigt, was einen Wechsel von der Weser an die Isar angeht.

"Wenn die Bayern mich wollen und es ein Angebot gibt, müssen sie sich an Klaus Allofs wenden. Werder muss dann entscheiden, was für alle das Beste ist", sagte Diego der "Bild".

Hoeneß ergänzte: "Diego ist für uns ein Thema, wenn Franck Ribery wirklich wegginge."

Jeder weiß: Der Manager-Fuchs würde so eine Aussage niemals tätigen, wenn an der Geschichte nichts dran wäre.

Juve zu "geizig"?

Auch Juventus Turin ist weiter stark an dem 24-Jährigen Ballzauberer interessiert, die Italiener bieten offenbar zu wenig. Zudem möchte Alessandro del Piero nun doch bis 2010 bei der "Alten Dame" bleiben.

Bremens Manager Klaus Allofs will sich momentan zu einer möglichen Kontaktaufnahme der Bayern nicht äußern.

Allerdings hatte er zuvor erklärt: "Die Bayern haben sich noch nicht gemeldet. Aber wenn sie es tun, lege ich den Hörer nicht auf."

Das zeigt: Werder ist in Sachen Diego trotz dessen bis 2011 laufenden Vertrags gesprächsbereit 93065(DIASHOW: Die Baustellen des FC Bayern).

Auch van der Vaart und Hleb im Gespräch

"Es kann doch immer sein, dass plötzlich ein Angebot kommt, bei dem man nicht nein sagen kann", sagt Allofs.

Für Diego bei Bayern würde sprechen, dass die Münchner nach wohl auch planen, ihr System umzustellen.

Künftig soll es einen echten "Zehner" geben. In dieser Rolle wäre auch der Ex-Stuttgarter Alex Hleb eine Alternative, der beim FC Barcelona nur zweite Wahl ist.

Oder Real Madrids Edelreservist Rafael van der Vaart.

Sein Berater Sören Lerby war vor kurzem mit Interimstrainer Jupp Heynckes zusammen zu Besuch bei Hoeneß...

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