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Mirko Slomka (r.) und Armin Veh trafen mit Schalke und Stuttgart dreimal aufeinander © imago

Felix Magath s Wechsel nach Schalke ist noch nicht bestätigt, da fängt sich Wolfsburg schon Absagen möglicher Nachfolger ein.

Von Martin van de Flierdt

München - Das angekündigte "klare Statement" steht noch aus.

Am Mittwoch werden der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn und Felix Magath zu einem wohl finalen Gespräch zusammenkommen.

"Danach werden wir eine Erklärung abgeben", kündigte Magath in der "Welt" an.

Dass Magath auch in der kommenden Spielzeit noch die Geschicke der "Wölfe" lenkt, glaubt wohl auch beim VfL kaum noch jemand.

Wie anders ist es sonst zu erklären, dass Magaths Grußworte in den Schredder wandern, die dem Briefumschlag mit den Dauerkarten für die Saison 2009/10 beigelegt werden sollten.

Magath schweigt weiter

Der Trainer, Manager und Geschäftsführer selbst sagt "weiterhin zu den Gerüchten nichts", nach denen er bereits handelseinig mit Schalke 04 ist.

Ungeachtet des Umstands, dass Magath sein Werk in Wolfsburg zumindest bis zum Saisonende fortsetzen und eventuell noch mit dem Meistertitel krönen darf, gewinnt die Diskussion um potenzielle Nachfolger immer weiter an Fahrt.

Rijkaard ohne Interesse

Nach Ansicht der "Wolfsburger Nachrichten" ist Frank Rijkaard nach wie vor der Top-Kandidat für den Posten ("Wölfe" wollen Rijkaard"). Die französische Sportzeitung "L?Equipe" behauptet gar, die Verhandlungen zwischen dem niederländischen Europameister von 1988 und dem VfL seien weit fortgeschritten.

Die "Wolfsburger Allgemeine" hakte aber bei Rijkaards Berater Perry Overeem nach: "Es gibt keine Anfrage und keinen Grund, über Wolfsburg nachzudenken." Klingt deutlich.

Auch die jüngst gehandelten Bernd Schuster, Huub Stevens und Ralf Rangnick werden nicht zum VfL kommen.

Während Schuster keinen Kontakt zu Wolfsburg hat, sind Stevens und Rangnick anderweitig gebunden.

Stevens und Rangnick sagen ab

"Mein Wort zählt, ich arbeite ab Sommer bei Red Bull Salzburg", sagt Stevens.

Auch Rangnick äußerte sich den jüngsten Unruhen um sein Verhältnis zu Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zum Trotz (Zoff in Hoffenheim) in der "Rhein-Neckar-Zeitung" verbindlich:

"Ich werde meinen bis 2011 laufenden Vertrag bei 1899 auf jeden Fall erfüllen."

HSV-Coach Martin Jol, Berlins Lucien Favre und Christoph Daum vom 1.FC Köln dürften angesichts der komfortablen Positionen in ihren derzeitigen Klubs auch schwerlich zu haben sein.

Veh: "Kein Kommentar"

Bleiben Armin Veh und Mirko Slomka. Der Stuttgarter Meistertrainer von 2007 sagt zum Thema Wolfsburg nur: "Kein Kommentar." Um ein Dementi drückt er sich damit in bester Magathscher Art.

Der Niedersachse Slomka lässt sich ebenfalls eine Hintertür offen. "Mit mir hat keiner vom VfL gesprochen", versichert der ehemalige Schalker Coach. Womöglich aber jemand von Volkswagen.

Denn nicht der VfL, sondern VW will schließlich gemeinsam mit Magath am Mittwoch zur Zukunft der "Wölfe" Stellung nehmen.

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