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Markus Babbel (r.) absolvierte 42 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart © imago

Der 36-Jährige bleibt den Stuttgartern bis Juni 2011 erhalten. Auch sein Assistent verlängert. Im Trainerstab gibt es Zugänge.

München/Stuttgart - Der VfB Stuttgart strebt mit Markus Babbel als Trainer einer erfolgreichen Zukunft entgegen.

Die Schwaben verlängerten am Mittwoch wie erwartet den

Vertrag mit dem 36-Jährigen und mit dessen Assistenten Rainer Widmayer um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2011 und setzten damit im Bundesliga-Endspurt ein wichtiges Zeichen.

"Ich freue mich, dass mir der Verein weiter das Vertrauen schenkt. Wir wollen den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterführen und uns dauerhaft im internationalen Wettbewerb etablieren", sagte Babbel. (Porträt Markus Babbel: Aus dem Rollstuhl auf den Rasen)

Für die kommende Saison kündigte er nur "punktuelle Verstärkungen" an: "Denn ich bin von den Jungs überzeugt. Die Mannschaft ist intakt."

Der VfB hat in dieser Spielzeit nach einer eindrucksvollen Erfolgsserie unter Babbel sogar noch die Chance auf die deutsche Meisterschaft. Am Samstag empfangen die viertplatzierten Schwaben Tabellenführer VfL Wolfsburg zum Spitzenspiel.

"Markus Babbel und Rainer Widmayer haben maßgeblichen Anteil an der positiven sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate. Wir freuen uns, dass wir uns frühzeitig auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen konnten", sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt, der selbst von Schalke 04 umworben wurde.

Kompliment von Lehmann

Der frühere Münchner Babbel hatte am 22. November die Nachfolge des entlassenen Armin Veh angetreten und den VfB vom elften auf den vierten Tabellenplatz geführt. In 16 Spielen gab es dabei elf Bundesliga-Siege und nur eine Niederlage (0:4 in Bremen).

"Er hat eine gute Art mit der Mannschaft umzugehen. Er findet im Training die richtige Balance. Man merkt ihm an, dass er als Spieler auf höchstem Niveau aktiv war", lobte zuletzt bereits Torwart Jens Lehmann (39) seinen Coach, der aktuell noch mit einer Sondergenehmigung des DFB arbeitet und deshalb offiziell als Teamchef firmiert.

Um dies zu ändern, wird der Europameister von 1996 vom 2. Juni an zehn Monate lang von Montagvormittag bis Mittwochabend in Köln den DFB-Fußballlehrer-Lehrgang absolvieren. "Es ist viel Stress und Aufwand. Aber ich bin überzeugt, dass es funktioniert", sagte der 36-jährige Babbel.

Hart, aber herzlich

Der Umgang mit der Mannschaft ist hart aber herzlich. Obwohl er sich von den Spielern duzen lässt, gilt der frühere Verteidiger als Autorität mit einem klaren Motto: "Wer nicht mitzieht, fliegt raus."

Auf ein Trainervorbild will sich Babbel dabei nicht festlegen lassen. Er habe von jedem Coach, den er in seiner langen und erfolgreichen Karriere erlebte, `ein bisschen was" mitgenommen.

"Ich versuche, das Beste von allen rauszuziehen. Aber ich will auch mein eigenes Profil schärfen. Mein Ziel ist, dass die Spieler irgendwann mal sagen: Bei dem habe ich auch etwas gelernt", sagte Babbel.

Namhafte Lehrmeister

Er selbst hatte bei den Bayern unter Franz Beckenbauer, Jupp Heynckes, Giovanni Trapattoni, Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel trainiert, in Liverpool zudem unter Gerard Houllier.

Neben Babbel soll auch Heldt, der von Schalke umworben worden war, den Stuttgartern erhalten bleiben. "Horst Heldt gehört zum VfB und bleibt bei uns", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt und lobte dessen "exzellente Arbeit".

Der Sportdirektor ist in den kommenden Wochen beim VfB gefordert. Nach wie vor ist die Zukunft von Torjäger Mario Gomez offen. Noch besteht aber Hoffnung.

Gomez will Champions League mit VfB

"Für jeden Spieler ist es attraktiv, Champions League zu spielen. Von daher will ich das mit dem VfB schaffen. Mehr als Champions League zu spielen, kann man nirgendwo, oder?", sagte der 23 Jahre alte Stürmer am Mittwoch.

Es sei "noch nichts passiert", betonte Gomez: "Für mich zählen nur die nächsten Spiele. Ich habe nirgendwo zugesagt oder unterschrieben, noch habe ich Gespräche geführt."

Der Nationalspieler kann trotz eines Vertrags bis 2012 für eine festgeschriebene Ablösesumme von 35 Millionen Euro den Verein wechseln. Laut Heldt werde der VfB "auch in diesem Jahr alle Hebel in Bewegung setzen werdem, damit er bleibt".

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