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Franck Ribery kam 2007 für 25 Millionen Euro von Olympique Marseille nach München © imago

Europas Topklubs machen Jagd auf den Bayern-Star. Für Diego müsste der Rekordmeister wohl sehr tief in die Tasche greifen.

Von Daniel Rathjen

München - Geht er oder bleibt er doch?

Täglich wird Franck Ribery mit neuen Gerüchten konfrontiert.

Was fest steht: Qualifiziert sich der FC Bayern nicht für die Champions League, ist der 26-Jährige weg.

Der Vertrag des Dribbelkünstlers läuft noch bis 2011, einen vorzeitigen Abschied vom deutschen Rekordmeister schließt Ribery nicht aus.

"Zu Bayern bin ich gekommen, um dort Erfolge zu feiern. Sollten wir uns aber nicht für die Champions League qualifizieren, wäre das durchaus eine schwierige Situation."

Seine sportliche Zukunft bestimmt der französische Nationalspieler selbst. "Die Entscheidung treffe am Ende ich. Ich sage, was passiert", sagt der umworbene Star in der "Sport Bild".

Sämtliche Top-Clubs machen längst Jagd auf Ribery.

Manchester United will laut der britischen Zeitung "The Guardian" für umgerechnet 70 Millionen Euro Ribery als Ersatz für Cristiano Ronaldo holen, falls der Portugiese im Sommer zu Real Madrid abwandert (Bayern plant mit Diego).

"Angebote ehren mich"

"Ich kann nur sagen, dass mehrere Vereine an mir interessiert sind. Natürlich ehren mich diese Angebote, vor allem, dass sie von den großen Clubs in Europa sind", verrät Ribery.

Dann kommt ein Satz, der die Spekulationen weiter am Leben erhält. "Ich bin jetzt und heute zu 100 Prozent in München. Was passiert, werden wir erst in einigen Wochen sehen." 93065(DIASHOW: Die Baustellen des FC Bayern)

Er verzichtet bewusst auf ein klares Bekenntnis zum FC Bayern. Weil sein Abschied vielleicht sogar schon feststeht?

Mit Diego haben die Münchner einen möglichen Ribery-Nachfolger immerhin im Visier.

Die Klub-Führungsetage hat sich dafür entschieden, den potenziellen Erlös für Ribery für den Brasilianer von Werder Bremen zu investieren.

Und die Hanseaten sind bereit, ihn abzugeben. Wenn der Preis stimmt. Der könnte es aber auch in sich haben.

"Für Diego muss eine außergewöhnliche Summe geboten werden, wenn wir ihn verkaufen sollten", sagte Werders Aufsichtsratschef Willi Lemke der "Sport Bild".

Da Juventus Turin um Diego mitbiete, denkt der ehemalige Werder-Manager an einen Betrag von 30 Millionen Euro.

"Ich vergleiche ungern Menschen miteinander. Aber Diego ist genauso viel wert wie Ribery", meint Lemke.

Bremen wittert Geld

Denn sollten die Bayern tatsächlich 70 Millionen Euro für Ribery kassieren, würde Werder davon auch profitieren wollen.

Werder lehnt einen Wechsel des Brasilianers innerhalb der Bundesliga keineswegs ab.

Die Geldformel: Je mehr potenzielle Käufer es gibt, umso höher könnte die Ablösesumme sein.

Bislang hatte sich nur Juventus Turin als Interessent bekannt und 20 Millionen Euro geboten. Werder will aber mindestens 26 Millionen Euro.

"Kein Super-GAU"

Die Bremer sind gelassen. "Wenn Diego zu den Bayern gehen würde, sehe ich das nicht als Super-GAU an. Das überleben wir auch", bemerkt Sportdirektor Klaus Allofs in der "Bild".

Diego selbst hält sich noch bedeckt: "Zu Bayern möchte ich nichts sagen..."

Wie schnell es nun zu konkreten Verhandlungen kommt, ist unklar. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge merkt an, "im Moment keine seriöse Antwort geben zu können, weil wir die Kaderplanung für die neue Saison mit unserem neuen Trainer abstimmen müssen." (Saison für Lell wohl gelaufen)

Das bedeutet: Erst muss ein neuer Coach gefunden werden. Erst wenn der sein Okay gibt, wird mit Diego und Werder verhandelt.

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