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Klaus Allofs (r.) arbeitet seit 1999 bei Werder mit Trainer Thomas Schaaf zusammen © getty

Klaus Allofs spricht im zweiten Teil des Interviews über das Halbfinal-Rückspiel im UEFA-Cup beim HSV und Trainer Schaaf.

von Martin van de Flierdt

Sport1.de: Zum Halbfinal-Rückspiel im UEFA-Cup in Hamburg. Was macht Ihnen Hoffnung, dass Werder es trotz des 0:1 im Hinspiel noch ins Finale schafft?

Allofs: Der Umstand, dass da zwei absolut gleichwertige Mannschaften aufeinandertreffen. Wir waren im Pokal in Hamburg die klar bessere Mannschaft. In Bremen war der HSV stärker. Warum soll sich das im dritten Spiel nicht wieder drehen? Diese Partie ist total offen. Auch wenn wir das Hinspiel 2:0 gewonnen hätten, wäre das noch keine Garantie für den Finaleinzug gewesen.

Sport1.de: Das Hinspielresultat schiebt dem HSV die Favoritenrolle zu. Hat das für Werder womöglich auch etwas Gutes?

Allofs: Ich hatte lieber gewonnen und wäre selbst in dieser Rolle. Von der Tendenz her gibt es sicher einen Vorteil für den HSV. Aber eine echte Favoritenstellung sehe ich da nicht.

Sport1.de: Bei Werder droht fünf Spielern - darunter Diego, Mesut Özil und Torsten Frings - bei einer weiteren Verwarnung eine Gelbsperre für ein mögliches Finale. Inwiefern steckt das einem Spieler im Hinterkopf?

Allofs: Erst einmal muss man sich durchsetzen. Man soll immer so spielen, dass man sich keine Gelben Karten holt. Im letzten Spiel bestand diese Gefährdung ja auch schon. Immer vorausgesetzt, dass da ein Schiedsrichter am Werk ist, der die Übersicht behält. Man muss sich da nicht verrückt machen. Es gibt Situationen, in denen man sich eine Gelbe Karte abholt. Dann ist man eben gesperrt, das kann man nicht ändern.

Sport1.de: Thomas Schaaf ist jetzt zehn Jahre bei Werder. Wie erklären Sie sich seinen Erfolg?

Allofs: Er war in all der Zeit ein sehr akribischer Arbeiter, der vor allem immer wieder großes taktisches Geschick gezeigt hat. Er hat die Spieler besser gemacht. Bei uns haben sich sehr viele Spieler weiterentwickelt. Darüber hinaus ist er ein sehr guter Botschafter für Werder Bremen, auch abseits vom Fußballplatz. Er hat eine sehr angenehme Art, mit Erfolg, aber auch schwierigeren Situationen umzugehen. Das führt dazu, dass er solange hier tätig ist.

Hier geht es zurück zum ersten Teil des Interviews

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