vergrößernverkleinern
Michael Laudrup war als Spieler unter anderem bei Juve, Real und Barca aktiv © getty

In der VfL-Führung wird der Däne als Magath-Nachfolger genannt. Der Kader der "Wölfe" droht derweil auseinanderzubrechen.

Von Martin Hoffmann und Martin van de Flierdt

München - Frank Rijkaard war im Gespräch, Marco van Basten ist es noch, nun ist noch ein internationaler A-Promi auf der Kandidatenliste für den Wolfsburger Trainerposten im Gespräch.

Wie die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" berichtet, ist beim VfL auch Michael Laudrup einer der Top-Kandidaten.

"Ganz heiß diskutiert" werde der Däne, der nach Trainerengagements bei Bröndby, Getafe und Spartak Moskau aktuell ohne Verein ist.

Daum dementiert nicht

Neben Armin Veh und Mirko Slomka werden zudem auch Kölns Coach Christoph Daum gute Chancen auf die Nachfolge von Felix Magath eingeräumt 102305(DIASHOW: Magaths Karriere).

Daum verweigerte dem "kicker" gegenüber die Antwort auf die Frage, ob er eine persönliche Zukunft in Wolfsburg ausschließen könne.

"Ich sehe das ganz entspannt", meinte er: "Auch wenn Sie jetzt schreiben 'Er dementiert das nicht', ist mir das egal."

Banale, aber unvermeidliche Feststellung: Das ist kein Dementi.

Eine Entscheidung fällt "in den nächsten Wochen", erklärt Wolfsburgs Aufsichtsrats-Vize Stephan Grühsem, der eine "sehr gute Lösung" für den Posten verspricht.

Misimovic "sehr enttäuscht"

Die braucht der VfL auch, ansonsten droht ihm das von Felix Magath aufgebaute Kaderfundament unter den Füßen wegzubrechen.

So hat etwa Spielmacher Zvjezdan Misimovic erklärt, dass ihm ohne Magath die Arbeitsgrundlage weggebrochen ist.

"Auch wenn wir uns jetzt darauf konzentrieren, die Meisterschaft zu holen und alle Kräfte bündeln müssen, bin ich sehr enttäuscht", sagte Misimovic der "WAZ" nach Bekanntwerden des Magath-Wechsels.

"Der Hauptgrund, warum ich nach Wolfsburg gekommen bin, war der Trainer. Der ist bald weg."

Viele offene Personalfragen

Misimovic wird nun ebenso mit Magaths neuem Klub Schalke in Verbindung gebracht wie Linksverteidiger Marcel Schäfer.

"Sehr schade" findet der Magaths Entschluss. "Aber wir müssen das akzeptieren und damit umgehen. Die Meisterschale wäre das passende Abschiedsgeschenk."

Auch die Zukunft des Sturmduos Grafite und Edin Dzeko steht nach Magaths Abgang in Frage - auch wenn der erklärt hat, die beiden nicht mit nach Schalke nehmen zu wollen.

Grafite setzt ein Zeichen

Während Grafite Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung beim VfL aufnahm, wohl auch um ein Zeichen zu setzen, dürfte der von halb Europa umworbene Edin Dzeko nun einen Wechsel forcieren.

Auch Kapitän Josue, Torhüter Diego Benaglio und Mittelfeldmann Christian Gentner sind auf dem Markt sehr gefragt.

Grühsem bleibt dennoch gelassen und sieht nicht die Gefahr, dass sein Klub ohne Magath vom Erfolgskurs abkommt:

"Wir werden weiter investieren und Erfolg haben. Da bin ich mir ganz sicher. Es gibt in Wolfsburg keinen Grund für Angst und Verunsicherung."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel