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Simon Rolfes (M.) wechselte 2005 aus Aachen zu Bayer Leverkusen © imago

Rudi Völler und Simon Rolfes bleiben dem Werksklub langfristig erhalten, ein Routinier steht vor dem Ende seiner Leidenszeit.

München - Sportchef Rudi Völler und Nationalspieler Simon Rolfes (Porträt) bleiben Bayer Leverkusen treu.

Völler verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2012, Rolfes unterschrieb gar einen Kontrakt bis 2013.

Damit haben die Rheinländer zwei wichtige Personalentscheidungen vom Tisch, nachdem es zuletzt Wechselgerüchte um beide gegeben hatte.

Völler, der zuletzt auch bei anderen Bundesligisten als Sportdirektor gehandelt worden war, leitet bereits seit 2005 die Geschicke bei Bayer.

In dieser Position war der frühere Weltklasse-Stürmer auch schon vor seiner Zeit als DFB-Teamchef von 1996 bis 2000 tätig.

Gerüchte im Keim erstickt

"Mir war wichtig, gerade jetzt ein Zeichen zu setzen. Zum einen, um die in jüngster Zeit immer wieder aufkeimenden Gerüchte um meine Person zu beenden", so Völler, der weiter ausführte:

"Zum anderen, um auch gerade nach der sportlich schwierigen Phase in den vergangenen Wochen zu dokumentieren, dass ich an die Mannschaft, unsere Strategie, den Verein und das Umfeld glaube."

"Möchte die Ernte einfahren"

Man habe noch viel vor.

"Mit dem neuen Stadion wollen wir in der kommenden Saison den angestrebten Weg zu einer deutschen Spitzenmannschaft konsequent fortsetzen", sagte der 49-Jährige und ergänzte:

"Ich war bei der Saat dabei - ich möchte auch gerne die Ernte einfahren."

Holzhäuser begrüßt Entscheidung

Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser war ebenfalls zufrieden:

"Rudi wird auch von anderen Clubs immer wieder umworben. Das ist bei seinem Ruf normal. Aber wir sind jetzt sehr froh, dass er sich klar zu Bayer 04 bekennt und seine Tätigkeit bis mindestens 2012 bei uns fortsetzen wird."

Rolfes, der 2005 von Alemannia Aachen gekommen war, hat sich in Leverkusen zum absoluten Leistungsträger und Nationalspieler entwickelt.

Der Mittelfeldspieler bestritt bislang 130 Liga-Spiele für Bayer und erzielte dabei 21 Treffer.

Schneider vor Comeback

Derweil steht Bernd Schneider (Porträt) vor seinem Comeback bei der Werkself.

Erstmals nach seiner Halswirbel-Operation gehört der 35-Jährige beim Spiel gegen Arminia Bielefeld am Freitag (ab 20 Uhr LIVE) wieder dem Kader an.

"Bernd hat außergewöhnlich gearbeitet. Er war sich auch nicht zu schade, regelmäßig in der zweiten Mannschaft zu spielen. Er hat es sich absolut verdient", lobte Trainer Bruno Labbadia den Routinier.

Über ein Jahr Pause

Am 13. April 2008 bestritt Schneider beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart sein letztes von 295 Bundesligaspielen.

Kurz darauf musste der 35-Jährige unters Messer und damit auch seinen Traum von der EM-Teilnahme begraben.

Es folgte der beschwerliche Gang durch die Reha, im März durfte Schneider dann erstmals für die Regionalliga-Mannschaft wieder spielen.

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