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Renato Augusto (l.) kam 2005 von Flamengo Rio de Janeiro nach Leverkusen © getty

Bielefeld kämpft sich nach einem Rückstand bei Leverkusen zurück in die Partie. Trotzdem reicht es wieder nicht zu einem Sieg.

Düsseldorf - Der Albtraum in Düsseldorf geht für Bayer Leverkusen weiter.

Der Pokalfinalist kam nach einer schwachen Vorstellung nicht über ein 2:2 (1:2) gegen den Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld hinaus und blieb damit auch im siebten Heimspiel im Ausweichquartier ohne Sieg.

Während die Werkself damit im grauen Mittelmaß der Tabelle versinkt, ist den Ostwestfalen ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt geglückt.

Mit nun 27 Punkten verließ die Arminia den Relegationsrang und verdrängte Energie Cottbus zumindest vorübergehend vom 15. Platz.

Schwierig gegen defensive Bielefelder

"Wir haben auf ein Tor gespielt - ich weiß nicht, was die Leute wollen", sagte Torschütze Kießling und reagierte mit Unverständnis auf die Pfiffe der Fans: "Bielefeld steht mit zehn Mann hinten drin, da ist es halt schwierig."

Auch Bayer-Trainer Bruno Labbadia war mit seinem Team nicht unzufrieden: "Ich muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie nach dem 1:2 weiter Fußball gespielt hat und dann noch verdientermaßen den Ausgleich geschossen hat."

Michael Frontzeck konnte mit dem Punkt gut leben. "Wir haben lange das 2:1 gehalten, aber das dritte Tor nicht nachgelegt. Natürlich ist es unglücklich, dass wir erneut nur unentschieden gespielt haben, aber trotzdem haben wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt", sagte der Bielefelder Coach.

20. Tor für Helmes

Vor nur 23.150 Zuschauern in der spärlich besetzten Düsseldorfer Arena sicherte Nationalspieler Patrick Helmes in der 79. Minute Bayer mit seinem 20. Saisontor zumindest einen Punkt.

Manuel Friedrich mit einem Eigentor (23.) und Robert Tesche (39.) hatten die Bielefelder nach der Bayer-Führung durch Stefan Kießling (21.) vom ersten Sieg seit dem 14. März (1:0 in Karlsruhe) träumen lassen.

"Ich weiß nicht, was wir verbochen haben, dass wir nicht mal wieder ein Spiel gewinnen", meinte Frontzeck.

Viele Fehlpässe im Spiel

In einer schwachen Bundesligapartie knüpfte Bayer nahtlos an die Grusel-Vorstellungen der letzten Heimspiele an. Ideenlosigkeit im Spielaufbau, Unsicherheiten in der Defensive und unzählige Fehlpässe prägten das Bayer-Spiel.

Von der guten Leistung, die das Team beim 2:1-Sieg bei Schalke 04 gezeigt hatte, war Leverkusen weit entfernt.

Zwei Freistoß-Treffer

Die Bielefelder zeigten dagegen die Tugenden, die im Abstiegskampf nötig sind. Mit einer kompakten Abwehr ließ die Elf von Trainer Michael Frontzeck nur wenige Bayer-Chancen zu und präsentierte sich bei den eigenen Möglichkeiten eiskalt.

Dabei resultierten beide Treffer aus Freistößen, allerdings stand Tesche beim Tor zum 2:1 klar im Abseits.

Bayer erhöht das Tempo

Bayer hatte noch in den ersten 20 Minuten seine beste Phase. Vor dem Kopfball-Tor von Kießling wäre beinahe Michal Kadlec ein Freistoß-Tor geglückt, doch Dennis Eilhoff parierte glänzend (17.).

Im zweiten Durchgang erhöhten die Leverkusener ein wenig das Tempo und kamen auch durch Renato Augusto (48.), zweimal Arturo Vidal (54. und 67.) sowie Kießling per Kopf zu Chancen (55.).

Kein Einsatz für Schneider

Dennoch blieb vieles nur Stückwerk, so dass die Bayer-Fans schon zu Beginn der zweiten Halbzeit die Einwechslung von Bernd Schneider forderten.

Der 81-malige Nationalspieler, der nach einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule operiert worden war, hatte erstmal nach 390 Tagen wieder im Kader gestanden. Ins Spiel kam Schneider allerdings nicht.

Verspäteter Beginn

Bei den Gastgebern hinterließ Renato Augusto noch den besten Eindruck. Bei den Bielefeldern verdienten sich Thorben Marx und Oliver Kirch die besten Noten.

Die Begegnung hatte mit 30-minütiger Verspätung begonnen. Ein Bremsenbrand an einer U-Bahn hatte den Verkehr in Richtung Arena lahmgelegt.

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