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Thierry Henry wäre erfreut, wenn der Wirbel- wind nächste Saison bei den Katalanen spielt © getty

Die Münchner Verantwortlichen mühen sich zwar, die Konzentration auf Cottbus zu bewahren. Die Spekulationen um Ribery bewegen jedoch mehr.

Von Liane Killmann

München - Vor der Partie bei Energie Cottbus (Sa., ab 15 Uhr, LIVE) dreht sich bei den Münchner Bayern alles um Franck Ribery.

Die Tatsache, dass der Dribbelkünstler trotz seiner Halswirbelprobleme das komplette Abschlusstraining absolvierte und in der Lausitz auflaufen wird, blieb dabei eher eine Randnotiz.

Stattdessen heizte Riberys Kumpel aus gemeinsamen Nationalelftagen, Zinedine Zidane, die Spekulationen um die Zukunft des Münchener Mittelfeldspielers weiter an (Ribery zu Real Madrid - weil Zidane lockt?).

Nebenkriegsschauplätze

"Ich hoffe, dass Franck Ribery zu Real Madrid wechseln wird", sagte Zidane dem französischen "Canal plus".

Neben Real gelten auch Manchester United und der FC Barcelona als mögliche Ziele des Franzosen. So wird kaum noch über den Abgang an sich, als vielmehr über die Höhe der Ablöse spekuliert (102361Die Bilder der Rekordtransfers).

Mögliche Nachfolger werden bereits gehandelt: Diego, Misimovic, Hleb und van der Vaart sollen in der Verlosung sein. Diese Nebenkriegsschauplätze können den Verantwortlichen des Rekordmeisters auf der Zielgeraden des Titelrennens nicht gefallen.

Den Gegner stark reden

An der Säbener Straße bemühten sich denn auch sämtliche Gesprächspartner um Konzentration auf das Sportliche: Sie redeten den Tabellen-15. stark.

"Energie Cottbus ist ein unangenehmer Gegner, der mit Rangelov einen starken Stürmer hat", sagte Philipp Lahm: "Mit Iliev haben sie einen weiteren schnellen Spieler." Der Linksverteidiger warnte: "Cottbus kämpft gegen den Abstieg. Deswegen ist volle Konzentration angesagt."

Van Bommel stieß in dasselbe Horn: "Es ist schwierig in Cottbus zu spielen. Wie jedes Auswärtsspiel des FC Bayern. Das Stadion ist voll. Der Gegner gibt alles gegen uns." (Gerhard Tremmel im Interview bei Sport1.de)

Klose vor Rückkehr

Heynckes, der in Cottbus auf Ze Roberto, Christian Lell und Abwehrspieler Breno verzichten muss, Tim Borowski und Miroslav Klose jedoch wieder an Bord hat, betonte: "Wir haben überhaupt keinen Anlass, den Gegner zu unterschätzen."

Der Interimstrainer forderte: "Wir müssen auch kämpferisch dagegen halten."

Mehr als Lippenbekenntnisse

Nach der Pleite des Tabellenführers Wolfsburg ("Wölfen" fehlt plötzlich Killerinstinkt) im Stadion der Freundschaft vor zwei Wochen könnten das diesmal mehr als nur Lippenbekenntnisse sein.

Cottbus eröffnete den Bayern durch den überraschenden Sieg überhaupt erst die Möglichkeit, im Fernduell mit den "Wölfen" weiter um die Meisterschaft zu kämpfen.

Prasnikar Bayern-Fan

Pikant: Energie-Trainer Bojan Prasnikar outete sich unter der Woche: "Ja, ich bin Fan der Bayern." Geschenke sind dennoch nicht zu erwarten. Cottbus muss alles daran setzen, im Kampf gegen den Abstieg Punkte zu sammeln.

Cottbus-Keeper Gerhard Tremmel, gebürtiger Münchner und Jugendspieler beim FC Bayern, erwartete im Interview mit Sport1.de "aggressive Bayern" und äußerte dennoch Hoffnung: "Uns könnte zu Gute kommen, dass sie gewinnen müssen."

Außerdem kündigte der 30-Jährige einen großen Kampf an: "Gegen die Bayern ist es immer etwas Besonderes."

Die Erinnerung an die letzte Saison zeigt, dass die Bayern gut daran tun, Cottbus ernst zu nehmen: Da verloren die Münchner in der Lausitz mit 0:2 und Energie startete eine Serie, die den Klassenerhalt sicherte.

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