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Mario Gomez kam 2001 vom SSV Ulm 1846 zum VfB Stuttgart © getty

Der VfB Stuttgart demontiert den VfL Wolfsburg im Spitzenspiel. Mario Gomez ist der allesüberragende Akteur bei den Schwaben.

Aus Stuttgart berichtet Christian Stüwe

Stuttgart - Im ersten Spiel nach dem Bekanntwerden von Trainer Felix Magaths Abgang zu Schalke 04 ist der VfL Wolfsburg ins Straucheln geraten.

Der Spitzenreiter verlor mit 1:4 (1:2) bei einem starken VfB Stuttgart mit dem überragenden vierfachen Torschützen Mario Gomez.

Während die Meisterschaftsambitionen der Wolfsburger (60 Punkte) einen herben Dämpfer erhielten, dürfen die Schwaben (58 Zähler) nun mehr denn je vom Titel träumen.

Das direkte Duell der drei besten Torjäger der Liga entschied Gomez eindeutig für sich, mit 23 Treffern führt er nun die Torjägerliste gemeinsam mit Grafite an.

Blitztor durch Gomez

Vor 55.800 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena erwischte der VfB einen Blitzstart.

Torjäger Gomez köpfte bereits in der ersten Minute eine Flanke von Christian Träsch unhaltbar für VfL-Keeper Diego Benaglio ein.

Nur zwei Minuten später hatte Gomez das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber diesmal in der Eins-zu-Eins-Situation am Schweizer Nationalkeeper.

Beeindruckte "Wölfe"

Der VfL zeigte sich in der Anfangsphase vom Powerplay der Schwaben beeindruckt. Die "Wölfe" leisteten sich einige Fehler und konnten sich kaum befreien.

Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe Edin Dzeko VfB-Keeper Jens Lehmann mit einer Direktabnahme erstmals prüfte.

In der 20. Minute war es dann abermals der starke Gomez, der das 2:0 erzielte. Nach feiner Vorarbeit von Thomas Hitzlsperger und Cacau brauchte der Nationalstürmer nur noch einzuschieben.

VfB mit Ersatzabwehr

Dabei hatte der Stuttgarter Trainer Markus Babbel vor der Partie sein Abwehrzentrum umbauen müssen, da sowohl Sedar Tasci (Haarriss im Knie-Knorpel) als auch Matthieu Delpierre (Gelbsperre) fehlten.

Doch das ansonsten brandgefährliche Wolfsburger Angriffsduo Grafite und Edin Dzeko war bei der Stuttgarter Ersatzinnenverteidigung mit Khalid Boulahrouz und dem jungen Georg Niedermeier in der Anfangsphase weitestgehend in guten Händen.

Benaglio mit vielen Paraden

Erst nach einer guten halben Stunde kamen die Niedersachsen besser ins Spiel, doch Grafite schaffte es nicht, einen Flugkopfball im Stuttgarter Tor unterzubringen.

Im Gegenzug erzielte Cacau fast das 3:0, doch der gute Benaglio bewahrte sein Team vor Schlimmerem. In der 32. Minute musste sich der Schweizer wieder ganz lang machen, um einen Hitzlsperger-Freistoß aus dem Eck zu fischen.

Dzeko macht den Anschlusstreffer

Den Anschluss stellte Dzeko her, der nach einem Freistoß auf Höhe der rechten Eckfahne einen Fehler von Lehmann nutzte und zu seinem 20. Saisontor einschob. Kurz darauf traf Gentner nur den Pfosten.

Magath musste nun zweimal umstellen, da sowohl Zvejdan Misimovic wie auch Sascha Riether den Platz verletzungsbedingt verlassen mussten.

Knackpunkt nach der Pause

Nach der Pause ging das Chancenfestival weiter. Der gute Cacau gab nach fünf Minuten den ersten Warnschuss ab, auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Cristian Zaccardo den Ausgleich gleich zweimal um Zentimeter.

Das Spiel stand auf Messers Schneide, doch einmal mehr war Gomez zur Stelle und erzielte in der 62. Minute sein drittes Tor des Tages.

Unersättlicher Gomez

Die "Wölfe" zeigten sich vom Gegentreffer erneut geschockt, Benaglio musste mehrfach retten.

In der 76. Minute war er dann wieder machtlos gegen einen Kopfball von Gomez.

Bei seiner anschließenden Auswechslung wurde der Matchwinner minutenlang gefeiert.

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