Die letzten Auftritte lassen Zweifel an einem Meister Wolfsburg aufkommen. Die Konkurrenz ist pünktlich zum Finale hellwach.

Als neutraler Fußball-Fan muss man Felix Magath dankbar sein.

Denn der Trainer des VfL Wolfsburg hat gleich aus mehreren Gründen Anteil an der wohl spannendsten Meisterschaft der Bundesliga-Geschichte.

Zum einen, weil er in der VW-Stadt dank der Millionen des Geldgebers ein Top-Team zusammenbaute, das nach der Winterpause überraschend an die Tabellenspitze stürmte.

Zum anderen, weil er sich nun allem Anschein nach große Mühe gibt, trotzdem am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Offenkundig hat der Wirbel um seinen mitten in der heißen Saisonphase bekanntgegebenen Wechsel zu Schalke 04 die Wolfsburger verunsichert.

Statt davonzuziehen patzten die "Wölfe" zunächst beim Kellerkind Cottbus und waren nun im Topspiel in Stuttgart gegen den "VfB Gomez" chancenlos.

Noch stehen die Wolfsburger auf Platz eins, doch die beiden Vorstellungen in der Fremde lassen arge Zweifel an einer Sensations-Meisterschaft aufkommen.

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Denn die Konkurrenz ist pünktlich zum Finale hellwach: Gerade mal vier Punkte trennen Rang eins und vier, fünf Zähler liegen zwischen Platz eins und sechs.

So eng war es nach 31 Spieltagen noch nie im deutschen Oberhaus.

Der FC Bayern hat unter Geburtstagskind Jupp Heynckes sein Siegergen wiedergefunden und liegt nach Punkten und fast auch nach Toren gleichauf mit Wolfsburg.

Einen Zähler dahinter folgen die Berliner, die sich in der Verfolgerrolle offenbar pudelwohl fühlen und nach der kleinen Schwächeperiode wieder so effektiv wie zuvor spielen.

Und der Tabellenvierte Stuttgart mit dem grandiosen Vierfach-Torschützen Mario Gomez wäre ohne das 2:2 vergangene Woche in Bielefeld schon jetzt punktgleich mit dem Spitzenreiter.

Sogar der Sechste Borussia Dortmund wäre ganz dick im Titelrennen, wenn das Klopp-Team seine Erfolgsserie von nun sieben Siegen in Serie ein bisschen früher begonnen hätte.

Zumindest die Champions-League-Qualifikation ist für den BVB noch drin, vor allem bei einem weiteren Dreier am Dienstag im nächsten Topspiel in Wolfsburg.

Sollten die "Wölfe" weiter schwächeln, könnte es am letzten Spieltag sogar zu einem Endspiel in München zwischen Titelverteidiger FC Bayern und dem VfB Stuttgart kommen.

Aber nach dieser Achterbahn-Saison ist es keineswegs ausgemacht, dass Magaths Team nicht doch wieder Kurs aufnimmt und die Rivalen dafür Punkte liegenlassen.

In zwei Wochen herrscht Gewissheit, doch bis dahin ist in der "Wundertüte Bundesliga" alles offen.

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