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Mario Gomez erzielte in 119 Bundesligaspielen 62 Treffer © getty

Nach den sensationellen vier Toren gegen Wolfsburg zeigt sich Mario Gomez ganz bescheiden und gibt das Lob weiter.

Aus Stuttgart berichtet Christian Stüwe

Stuttgart - Mario Gomez hat den 31. Spieltag zu einer One-Man-Show gemacht.

Beim 4:1 gegen Wolfsburg erzielte der Torjäger des VfB Stuttgart zum ersten Mal in seiner Karriere vier Treffer in einem Spiel.

Zudem machte der Nationalspieler nach 31 Sekunden den schnellsten Treffer der Saison und ist schon jetzt mit 23 Saisontoren der beste Stuttgarter Stürmer der Vereinsgeschichte.

Ganz nebenbei stellte Gomez mit Grafite und Edin Dzeko die beiden Wolfsburger Ausnahmestürmer in den Schatten (Spielbericht) und übernahm gemeinsam mit dem VfL-Brasilianer die Spitze in der Torjägerliste (STATISTIK: Die Torjäger).

Von all diesen Superlativen war etwas mehr als eine Stunde nach Abpfiff nichts mehr zu merken, als der 23-Jährige nach überstandener Dopingprobe vor die Mikrofone trat.

Bescheidener Matchwinner

"Wahrscheinlich wird jetzt wieder die ganze Woche über mich gesprochen. Deshalb bin ich froh, dass am Mittwoch schon das nächste Spiel ist", erklärte Gomez.

Der Matchwinner zeigte sich im Interview ganz bescheiden und gab das Lob an seine Mitspieler weiter.

Zudem sprach er über die Meisterschaftschancen, die Torjägerkanone und das anstehende Spiel auf Schalke. Sport1.de hat mitgehört.

Frage: Wann haben Sie zum letzten Mal vier Tore in einem Spiel geschossen?

Gomez: Da muss ich schon ein wenig nachdenken. Wahrscheinlich im Training. Heute war ich da, wo ich sein muss.

Frage: Dabei wollten Sie schon vor Ihrem letzten Tor ausgewechselt werden, oder?

Gomez: Nach dem dritten Tor habe ich angezeigt, dass ich gerne runter gehen würde, weil ich einen Wadenkrampf hatte. Das hat dann nicht direkt funktioniert. Dann bin ich noch mal nach vorne, der Ball kam in die Spitze und war drin.

Frage: Und jetzt gilt die volle Konzentration dem Spiel auf Schalke?

Gomez: Wir denken nicht an Schalke, wir denken an uns. Wenn wir so auftreten wie gegen Wolfsburg haben wir auch auswärts eine gute Chance zu gewinnen.

Frage: Wie bewerten Sie die Leistung der Ersatz-Innenverteidiger Khalid Boulahrouz und Georg Niedermeyer?

Gomez: Das hat mich sehr gefreut. Sie mussten gegen zwei der zweifellos besten Stürmer der Liga spielen und das ist sehr gut gelungen. Sie haben beide fantastisch gespielt und unsere Außenverteidiger sind immer nach vorne marschiert. Genauso wie Cacau, der immer etwas untergeht. Er war neben mir sehr stark. Oder Thomas Hitzlsperger, der gespielt hat wie ein Brasilianer.

Frage: Und alle haben für Sie gespielt...

Gomez: Wir haben eine Super-Truppe, das macht einfach Spaß. Ich hatte auf dem Spielfeld ein schlechtes Gewissen und hätte gerne einen Assist gemacht.

Frage: Heute standen die drei besten drei Stürmer der Liga auf dem Platz. Wo steht Mario Gomez?

Gomez: Ich möchte mich nicht bewerten. Das sollen andere machen. Die Mannschaft war einfach sehr stark.

Frage: Ist die Torjägerkanone nun das Ziel?

Gomez: Wenn es so kommen sollte, sage ich nicht nein. Aber mir wäre es lieber gewesen, wenn wir jetzt Wolfsburg überholt hätten.

Frage: Wie bewerten Sie die Chancen auf die Meisterschaft nach dem Spiel?

Gomez: Wir haben jetzt noch drei Spiel vor uns und wenn wir die gewinnen, haben wir einen gute Chance. Aber die Mannschaften hinter uns sind wahnsinnig stark. Wenn du ein-, zweimal verlierst, bist du weg.

Frage: Woran glauben Sie?

Gomez: Jetzt ist wieder alles möglich. Wir haben immer maximale Ziele und wenn wir nicht mehr verlieren, dann bleiben wir da, wo wir jetzt stehen oder kommen vielleicht auch noch etwas weiter nach vorne (DATENCENTER: Tabelle).

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