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Hugo Almeida (r.) schoss den HSV mit zwei Toren praktisch im Alleingang ab © getty

Auch in der Liga sieht der HSV gegen Werder alt aus und verspielt womöglich das internationale Geschäft. Almeida trifft doppelt.

Bremen - Die Köpfe leer, die Beine schwer und von Werder Bremen erneut gedemütigt:

Der Hamburger SV musste bei der 0:2 (0: 1)-Niederlage im vierten Duell gegen den Nordrivalen erneut einen bitteren Nackenschlag hinnehmen.

Die Hamburger haben nach dem Aus im DFB-Pokal und im Uefa-Cup durch die Pleite an der Weser auch die letzte theoretische Chance auf die Meisterschaft wohl verspielt und müssen zudem um die Teilnahme am internationalen Wettbewerb bangen.

Nach dem Doppelpack von Hugo Almeida (34. und 49.) rutschte der HSV drei Spieltage vor Saisonende auf den sechsten Tabellenplatz ab und würde damit nicht einmal mehr am Uefa-Cup teilnehmen dürfen.

Für die Bremer wurde das Jubiläums-Spiel von Trainer Thomas Schaaf, der vor genau zehn Jahren den Posten als Cheftrainer übernahm, zu einer einzige Freudenfeier.

Hämische Werder-Gesänge

Die Fans bejubelten nicht nur den zehnten Heimsieg der Saison, sondern natürlich auch noch einmal die beiden Erfolge in den Pokal-Halbfinals.

Als besondere Anspielung auf die Papierkugel, die am vergangenen Donnerstag das dritte Werder-Tor indirekt eingeleitet hatte, warfen sie dutzende zerknüllte Papierkügelchen in den Stadion-Innenraum und riefen immer wieder:

"Schade Hamburg, alles ist vorbei".

Harmloser HSV

Gegen eine personell stark dezimierte Bremer Mannschaft ohne die verletzten Diego und Per Mertesacker sowie die gesperrten Sebastian Boenisch und Clemens Fritz machten die Hamburger nie wirklich den Eindruck, als könnten sie noch mit einem Sieg ihre letzte Chance im Titelkampf wahren.

Die Gäste hatten im ersten Durchgang zwar Feldvorteile, die Durchschlagskraft vor dem gegenerischen Strafraum ließen sie aber insgesamt vermissen.

Gefährliche Konter

Bremen war bei seinen Konterangriffen wesentlich gefährlicher und hatte bereits in der 15. Minute Pech, als ein Schuss von Markus Rosenberg aus 16 Metern nur den Pfosten touchierte.

Die Führung durch Almeida war völlig verdient.

Der Portugiese ließ nach einem schnell vorgetragenen Angriff mit einer Flanke von Dusko Tosic Torwart Frank Rost keine Abwehrchance.

Bärenstarker Wiese

Die größten Hamburger Chancen verhinderte der erneut ganz starke Torwart Tim Wiese.

In der 24. Minute wehrte er mit einem Blitzreflex gegen den freistehenden Piotr Trochowski.

Vier Minuten vor der Pause war Wiese erneut mit einer unglaublichen Reaktion zur Stelle, als er einen Schuss von Paolo Guerrero parierte.

Als Almeida vier Minuten nach Wiederbeginn erneut nach einem schön vorgetragenen Angriff über die linke Seite auf 2:0 erhöhte, war die Partie endgültig gelaufen.

Werder verpasst höheren Sieg

Werder kam im zweiten Durchgang immer besser ins Spiel und führte den HSV streckenweise geradezu vor.

Die Gäste hatten dabei Glück, dass sie nicht ein völliges Debakel erlebten.

So vergab Almeida in der 54. und 64. Minute weitere klare Chancen, in der 81. Minute traf der eingewechselte Amateur Torsten Oehrl nur den Pfosten.

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