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Der gebürtige Münchner Zvjezdan Misimovic kam 2008 aus Nürnberg nach Wolfsburg © getty

Zvjedan Misimovic sieht im Interview trotz der herben 1:4-Niederlage beim VfB Stuttgart für den Titelkampf noch gute Chancen.

Von Christian Stüwe

München/Wolfsburg - Geht Spitzenreiter VfL Wolfsburg ausgerechnet im Endspurt um die Meisterschaft die Luft aus?

Die Frage drängt sich auf, nachdem das Überraschungsteam der Rückrunde zuletzt in Cottbus patzte und nun beim 1:4 in Stuttgart böse unter die Räder kam. (Nachbericht: "Super-Mario" lässt die "Wölfe" heulen)

Und nun kommt ausgerechnet die "Mannschaft der Stunde", die zuletzt siebenmal in Folge siegreichen Dortmunder, nach Wolfsburg (Dienstag, ab 19.30 Uhr LIVE).

"Wölfe" weiter zuversichtlich

Doch die "Wölfe" geben sich weiterhin zuversichtlich und verweisen auf die Tatsache, dass sie weiterhin Tabellenführer sind und noch zwei Heimspiele haben.

Allerdings gibt auch Spielmacher Zvjezdan Misimovic im Gespräch mit Sport1.de zu, dass gegen den BVB eine erhebliche Leistungssteigerung nötig ist.

Der Bosnier, der nach auskurierter Mittelfußprellung spielen kann, spricht zudem über die Auswirkungen von Felix Magaths Wechsel nach Schalke und seine Zukunft.

Im Interview mit Sport1.de gerät er etwas in Erklärungsnot, gelobt aber Besserung und sieht für den VfL noch alle Chancen.

Sport1.de: Die Niederlage in Stuttgart war ein herber Rückschlag im Titelkampf. Wo lagen die Gründe?

Zvjezdan Misimovic: Unser Spiel war von der ersten Minute an schlecht. Die Körpersprache am Schluss war auch nicht die Beste. Wir haben alles vermissen lassen und verdient verloren. Wir haben gespielt, als würde es um nichts mehr gehen.

Sport1.de: Wie kann das sein?

Misimovic: Das wissen wir auch nicht. So etwas darf einfach nicht passieren. Es steht zuviel auf dem Spiel, als das wir das so leichtfertig herschenken dürfen.

Sport1.de: Ist der VfB Stuttgart jetzt der dritte große Gegner im Titelkampf?

Misimovic: Das sind noch mehr Mannschaften dabei. Auch die Hertha. Wir sollten jetzt auf uns schauen und nicht auf die anderen Teams. Unsere Leistung gegen Stuttgart war schlecht. Ich denke nicht, dass der VfB überragend war. Wir haben alle nicht das gezeigt, was wir können.

Sport1.de: Bayern ist nur noch zwei Tore weg. Wie groß ist der Druck jetzt vor dem Spiel gegen Dortmund?

Misimomiv: Der Druck wird nicht größer als vorher. Der bleibt gleich. Wir haben es immer noch selber in der Hand, dürfen uns dann aber so etwas nicht noch einmal leisten.

Sport1.de: In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Felix Magath in der kommenden Saison zu Schalke 04 wechselt. Ist das vielleicht doch im Hinterkopf?

Misimovic: Es hat nicht Felix Magath auf dem Platz gestanden, sondern wir.

Sport1.de: Werden auch Sie den Verein nach der Saison verlassen - es soll Interesse von Schalke, Werder Bremen und Bayern München geben?

Misimovic: Ich habe Vertrag bis 2012 und konzentriere mich jetzt voll auf den VfL. Was nach der Saison ist, wird man sehen.

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