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Oliver Kahn verabschiedete sich am 2. September 2008 vom aktiven Fußball © imago

Oliver Kahn will in naher Zukunft kein Engagement in einem Verein übernehmen. Auch nicht die Hoeneß-Nachfolge beim FC Bayern.

München - Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn hat ein baldiges Engagement bei seinem früheren Klub Bayern München erstmals ausgeschlossen und die Suche nach einem Nachfolger von Manager Uli Hoeneß beim Deutschen Meister kritisiert.

"Auf mich wirkt das ganze Prozedere um die Nachfolge von Uli Hoeneß sehr verwirrend. Vielleicht macht der Uli ja auch weiter. Diese ständige Unruhe hätte sich der Verein sparen können, wenn sie frühzeitig eine Nachfolgeregelung getroffen hätten", sagte Kahn in der "tz".

Gleichzeitig beendete der 39-Jährige die anhaltenden Spekulationen, in naher Zukunft ein Amt bei den Bayern zu übernehmen.

"Habe andere Aufgaben"

Er habe zuletzt schon bei Schalke 04 abgesagt, weil "das für mich zu früh kommt und ich für die nächsten zwei bis drei Jahre voll beschäftigt bin und deshalb eine Funktion in einem Verein für mich momentan nicht in Frage kommt. Auch nicht beim FC Bayern", äußerte der "Titan".

Er tausche sich zwar regelmäßig mit Hoeneß aus, so Kahn weiter: "Aber ich habe weder ein Konzept vorgelegt noch irgendwelche Namen ins Spiel gebracht. Mein Herz hängt immer noch zu 100 Prozent an diesem Verein. Aber ich habe in Zukunft andere Aufgaben."

Vielleicht wollte sich Kahn deshalb auch nicht zur aktuellen Trainer-Suche beim Rekordmeister äußern: "Ich tue im Moment gut daran, mich um meine eigenen Dinge zu kümmern."

"Viel Glück Magath"

Seine jüngsten Erfahrungen mit Schalke 04 bezeichnete der frühere Weltklasse-Keeper indes als "extrem unangenehm. Das war mir fast peinlich, als ich gemerkt habe, was da passiert. Das ist ja auch genau das Problem, welches der FC Schalke 04 permanent hat: Dass dort immer wieder Indiskretionen aus dem Verein an die Öffentlichkeit dringen".

Er könne deshalb Felix Magath, der ab der kommenden Saison die Verantwortung bei Schalke übernimmt, "nur viel Glück wünschen, dass er dieses Phänomen ganz schnell in den Griff bekommt".

Kahn war zuletzt zehn Tage in China, um dort in einer Show ein Torwarttalent zu suchen. Das sei eine neue Welt für ihn, "ich lerne jeden Tag dazu. Über den Erfolg entscheidet letztlich der Zuschauer".

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