vergrößernverkleinern
Im Hinspiel trennten sich Misimovic Wolfsburger und Sahins Dortmunder 0:0 © imago

Gegen die Dortmunder Seriensieger droht Wolfsburg der Sturz von Rang eins. Der mögliche Nutznießer spricht nicht vom Titel.

München - Borussia Dortmund will seine Erfolgsserie fortsetzen und den VfL Wolfsburg zugleich von der Tabellenspitze stoßen.

"Wir sind so gut drauf, dass wir alle restlichen Spiele in dieser Saison gewinnen können", sagt BVB-Kapitän Sebastian Kehl vor dem Topspiel des 32. Bundesliga-Spieltags (Dienstag, ab 19.30 Uhr LIVE) . "Auch bei Felix Magath und seinen Wölfen."

Ähnlich zuversichtlich nach der jüngsten Siegesserie und dem Sprung auf einen Europacupplatz zeigt sich Jürgen Klopp.

Magath glaubt noch an den Titel

"Man kann nicht siebenmal gewinnen und dann als krasser Außenseiter nach Wolfsburg fahren. Da sollten wir noch einmal alles raushauen", meint der Coach.

Doch sein Gegenüber will sich nicht nervös machen lassen. "Ich glaube auf jeden Fall weiter daran, dass wir Deutscher Meister werden", erklärt Wolfsburgs Trainer Felix Magath.

"Dafür spricht auch das Restprogramm, schließlich haben wir noch zwei Heimspiele." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wolfsburg im Kurz-Trainingslager

Zunächst muss das heimstärkste Team der Liga dabei gegen die Dortmunder bestehen, weshalb Magath seine Profis zum Kurz-Trainingslager ins VW-Gästehaus in Königslutter gebeten hat

Dort will er sich "in Ruhe" auf den Endspurt vorbereiten, die "vorhandene Müdigkeit vergessen" und dann die "historische Chance" (Geschäftsführer Jürgen Marbach) auf den Titel nutzen.

Bayern lauern

Bei der dritten Wolfsburger Pleite im vierten Spiel könnte der FC Bayern zum ersten Mal die Tabellenführung erobern. Dazu benötigt der Titelverteidiger aber einen Heimsieg gegen Bayer Leverkusen.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fordert von der Mannschaft, "sich nicht nur für das Pokal-Aus gegen Leverkusen zu revanchieren, sondern auch auf Kurs Champions League zu bleiben".

"Glauben an großes Ziel"

Ansonsten kann Hertha BSC bei nur einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo der lachende Dritte sein. Die Berliner wollen ihre Chance auf die erste Meisterschaft seit 1931 mit einem Dreier beim 1. FC Köln nutzen.

"Das ist die größte Chance unserer Karriere, so etwas kommt vielleicht nie mehr wieder. Wir alle glauben an unser großes Ziel", sagt Abwehrspieler Josip Simunic.

Beim 1. FC Köln, der ohne die gesperrten Milivoje Novakovic, Youssef Mohamad und Kevin Pezzoni um den letzten noch nötigen Punkt gegen den Abstieg kämpft, kann Simunic wohl wieder mit dem genesenen Kapitän Arne Friedrich verteidigen.

Der zuletzt gesperrte Gojko Kacar kehrt sicher zurück, dafür muss einer der Stürmer Marko Pantelic und Andrej Woronin weichen. Pantelic ist angeschlagen, hat aber im Endspurt Großes vor. "Wir gewinnen die letzten drei Spiele und werden Meister", glaubt er.

Nur drei Siege helfen Karlsruhe

Ähnliches hat der KSC vor, um doch noch in der Bundesliga zu bleiben. "Es gibt nur noch eins: dreimal drei Punkte", sagt Manager Rolf Dohmen vor dem Spiel gegen Hannover 96.

Sollte Karlsruhe erneut verlieren, könnte der Abstieg bereits am Mittwochabend feststehen. "Wenn wir nicht gewinnen, können wir für die 2. Liga planen", meint Kapitän Maik Franz deshalb.

Christian Eichner, der in Hoffenheim als Neuzugang gehandelt wird, hat "noch Hoffnung".

Er betont aber: "Wir sind an der entscheidenden Wegkreuzung angelangt. Wenn wir wieder nicht gewinnen, geht es nur noch Richtung 2. Liga."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel