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Tim Wiese kam 2005 vom 1. FC Kaiserslautern zu Werder Bremen © imago

Werders Keeper soll gegen den HSV ausfällig geworden sein. Bochum muss auf seinen besten Stürmer verzichten. Bundesliga-Splitter.

München - Tim Wiese droht Ärger durch den DFB:

Der Kontrollausschuss wird ein Ermittlungsverfahren gegen den Werder-Torwart einleiten.

Wiese steht nach Auswertung einer Videoaufzeichnung unter Verdacht, sich nach dem Spiel gegen den Hamburger SV (2:0) vor der Bremer Fankurve über ein Megaphon unsportlich gegenüber dem gegnerischen Verein geäußert zu haben.

"Es tut mir wirklich leid"

"Es tut mir wirklich leid, so etwas werde ich sicherlich nicht wieder tun, aber ich habe mich von der euphorischen Stimmung im Fanblock mitreißen lassen. Mir wurden die Worte vorgesagt, da habe ich es ins Mikrofon gebrüllt. Das war nicht in Ordnung", sagte Wiese.

Der Kontrollausschuss wird ihn zu einer zeitnahen Stellungnahme zu dem Vorgang auffordern. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird über den Fortgang des Verfahrens entschieden werden.

"Das ist nicht das Fairplay, für das Werder Bremen steht. Es war sicherlich nicht böse gemeint, aber so etwas darf nicht passieren", meinte Geschäftsführer Klaus Allofs.

Auch Naldo-Einsatz fraglich

Des Weiteren plagen die Bremer Personalsorgen. Nach der Verletzung von Per Mertesacker (Bänderriss) bangen die Bremer vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt um den Einsatz von Naldo.

Den Brasilianer plagen muskuläre Probleme in der Leistengegend.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga zusammengestellt:

Saisonaus für Sestak

Der VfL Bochum muss im Abstiegskampf auf Stanislav Sestak verzichten, kann aber wieder auf Diego Klimowicz zurückgreifen.

Der slowakische Nationalstürmer Sestak wurde in Dortmund von Vereinsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer an der Leiste operiert, die ihm bereits seit Wochen Probleme bereitet.

Die Saison ist für Sestak, der drei bis vier Wochen pausieren muss, damit beendet. Der 26-Jährige ist mit neun Toren bislang treffsicherster VfL-Spieler in dieser Saison.

Dagegen kann Trainer Marcel Koller für das drittletzte Saisonspiel am Mittwoch beim Hamburger SV (ab 19.30 Uhr LIVE) wieder mit Klimowicz planen. Auch Defensiv-Allrounder Oliver Schröder kehrte ins Mannschaftstraining zurück.

Kölner Mohamad für zwei Spiele gesperrt

Der 1. FC Köln muss in den kommenden zwei Punktspielen auf Innenverteidiger Youssef Mohamad verzichten.

Der Abwehrspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens für diesen Zeitraum gesperrt.

Mohamad war beim 0:2 der Kölner am Samstag bei 1899 Hoffenheim nach einer Notbremse gegen Hoffenheims Stürmer Demba Ba in der 79. Minute von Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf) des Feldes verwiesen worden.

Die Kölner haben dem Urteil bereits zugestimmt.

HSV bangt um Petric

Der Hamburger SV bangt vor dem Punktspiel gegen den VfL Bochum um Stürmer Mladen Petric.

Der Kroate war vor der Partie bei Werder Bremen (0:2) beim Warmmachen umgeknickt und musste bereits auf seinen Einsatz im Weserstadion verzichten. Eine Kernspin-Untersuchung ergab als genaue Diagnose eine Bänderdehnung im linken Fuß, sein Einsatz ist fraglich.

Dagegen fällt Mannschaftskapitän David Jarolim wegen seiner zehnten Gelben Karte auf jeden Fall aus.

Amanatidis vor Comeback

Kapitän Ioannis Amanatidis steht sieben Monate nach seinem letzten Pflichtspiel unmittelbar vor der Rückkehr in den Kader von Eintracht Frankfurt.

"Es ist durchaus denkbar, dass er eingesetzt wird, aber nicht sicher", sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen.

Der griechische Nationalstürmer Amanatidis hatte sich Ende Oktober des vergangenen Jahres einer Operation am rechten Knie unterziehen müssen, bei der ein Knorpelschaden diagnostiziert wurde.

Wichniarek wieder dabei

Arminia Bielefeld kann im Abstiegskampf wieder auf Artur Wichniarek zurückgreifen. Der Stürmer steht nach seinen Rückenproblemen gegen 1899 Hoffenheim wieder in der Startelf.

"Artur ist unser torgefährlichster Spieler, wenn er fit ist, spielt er", sagte Trainer Frontzeck.

Jonas Kamper, der an einer Adduktorenverletzung laborierte, ist ebenso wieder einsatzbereit. Markus Schuler kann wohl trotz einer Wadenverletzung spielen.

Cottbus mit weiteren Ausfällen

Energie Cottbus wird vor dem "Abstiegs-Endspiel" am Mittwoch (ab 19.30 Uhr LIVE) gegen Borussia Möchengladbach von Personalsorgen geplagt.

Die Lausitzer müssen im Kellerduell voraussichtlich auf Torjäger Dimitar Rangelow (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Mittelfeldspieler Ivica Iliev (Leistenprobleme) verzichten. Sicher fehlen wird der gelb-gesperrte Innenverteidiger Cagdas Atan.

Trainer Bojan Prasnikar will das wichtige Spiel im Kampf um den Klassenerhalt aber trotz der möglichen Ausfälle offensiv angehen:

"Wir spielen auf Sieg. Es gibt noch eine kleine Chance, dass Rangelow spielen kann. Sollte er nicht spielen können, dann bekommt Branko Jelic seine Chance", sagte der slowenische Energie-Coach.

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