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Tim Wiese (l.) und Per Mertesacker spielen seit 2006 gemeinsam für Werder Bremen © getty

Werder Bremen will seinen Keeper nicht bestrafen, Kollege Mertesacker wird die Endspiele wohl verpassen. Bundesliga-Splitter.

München - Nach seiner verbalen Entgleisung im Anschluss an den 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonntag muss Nationaltorhüter Tim Wiese keine Geldstrafe vonseiten seines Arbeitgebers Werder Bremen befürchten.

"Man sollte das nicht bagatellisieren, muss es aber auch nicht überbewerten", meinte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs:

"Ich finde es jedoch richtig, dass der DFB der Sache nachgeht.

Wiese hatte sich nach dem Abpfiff des Nordderbys per Megaphon an die Bremer Anhänger gewandt und zu unsportlichen Äußerungen gegenüber den Hamburgern ("Scheiß HSV") hinreißen lassen.

Der DFB-Kontollausschuss hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen den Keeper eingeleitet und Wiese, der sich für seinen Fehltritt am Montag entschuldigte, zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert.

Mertesacker vor Final-Aus

Für Wieses verletzten Teamkollegen Per Mertesacker gab es derweil schlechte Nachrichten. Nach seinem doppelten Bänderriss im Sprunggelenk muss er seine Einsätze im Endspiel des UEFA-Cups und im Finale des DFB-Pokals wohl endgültig abschreiben.

"Wir werden Per in dieser Saison wohl nicht mehr auf dem Platz erleben. Das zeigt die Erfahrung, die wir mit derartigen Verletzungen gemacht haben. Wir werden kein Risiko eingehen", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Auch Mertesacker selbst hat die Hoffnung auf die Spiele gegen Schachtjor Donezk am 20. Mai in Istanbul und gegen Bayer Leverkusen am 30. Mai in Berlin offenbar aufgegeben.

"Der Fuß sieht wirklich nicht gut aus", sagte der bereits operierte Innenverteidiger der "Syker Kreiszeitung": "Diese Saison wird das nichts mehr."

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HSV-Boss Hoffmann: "Trauma nicht zu tilgen"

Nach dem verpassten Einzug in die Endspiele des DFB-Pokals und des UEFA-Cups sowie den geplatzten Titelträumen in der Bundesliga hat Vorstandsboss Bernd Hoffmann vom Hamburger SV einen Blick in sein Seelenleben gewährt.

Die Enttäuschung sei immer noch "gigantisch", offenbarte der 46-Jährige dem "Hamburger Abendblatt": "Ganz ehrlich, in meiner gesamten beruflichen Karriere hat mich noch nie etwas so getroffen. Dieses Trauma der letzten 19 Tage wird aus der Geschichte des HSV nicht mehr zu tilgen sein."

In den Pokalwettbewerben waren die Hamburger in den zurückliegenden drei Wochen jeweils gegen Werder Bremen auf der Strecke geblieben. In der Liga konnten die Hanseaten in diesem Zeitraum nur einen von neun möglichen Punkten einfahren, rutschten auf den sechsten Tabellenplatz ab und müssen nun sogar um die Teilnahme an der Europa League (bisher UEFA-Cup) bangen.

"Hat beim HSV eine lange Geschichte"

"Das ist ja inzwischen beim HSV schon eine lange Geschichte. Wir haben in den letzten Jahren vieles aufgebaut und dann immer in der alles entscheidenden Phase gepatzt. Das ist sicher auch eine Mentalitätsfrage. Es ist ein schwieriger Prozess, das zu drehen", meinte Hoffmann.

Jetzt gehe es darum, in der Liga die Qualifikation für das internationale Geschäft zu erkämpfen. Sollte dies nicht gelingen, würde der Verein seine wirtschaftliche Handlungsfähigkeit allerdings nicht verlieren, versicherte Hoffmann, gestand im Hinblick auf anstehende Transferaktivitäten aber auch ein:

"Natürlich ist es einfacher, Spieler mit dem europäischen Wettbewerb zu locken."

Hochklassig besetztes Turnier auf Schalke

Ein hochklassig besetztes Turnier auf Schalke soll den Fans Appetit auf die neue Saison machen.

In der Vorbereitungsphase sind am 18. und 19. Juli und somit drei Wochen vor dem Auftaktspieltag Gastgeber Schalke 04, Rekordmeister Bayern München sowie der VfB Stuttgart und der Hamburger SV die Teilnehmer der von der Deutschen Telekom ausgerichteten Veranstaltung.

Das Turnier in Gelsenkirchen wird über zwei Tage ausgetragen. Die Spielzeiten sind auf zweimal 30 Minuten verkürzt.

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