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In Schalke kommt es zum Duell zwischen Heiko Westermann (l.) und Mario Gomez © imago

Der VfB Stuttgart will mit einem Sieg in Schalke dem Meistercoup von 2007 näherrücken. In Cottbus kommt es zum "Spiel des Jahres".

München - Das "M-Wort" meiden sie beim VfB Stuttgart weiter wie der Teufel das Weihwasser.

Trotz eines Mario Gomez in Meisterform (Super-Mario lässt die "Wölfe" heulen), trotz der Erinnerungen an den Überraschungscoup von 2007 und trotz einer brillanten Rückrundenbilanz mit 33 Punkten aus 14 Spielen.

Doch insgeheim hoffen die Schwaben vor dem Auswärtsspiel bei Schalke 04 (ab 19.30 Uhr LIVE) im Saisonendspurt um die Meisterschaft auf die Rolle des lachenden Vierten.

Vorsichtiger Babbel

In Stuttgart bremst vor allen Dingen Teamchef Markus Babbel ungeachtet der jüngsten Ausbeute (19 von 21 möglichen Punkten) und nur einer Niederlage in diesem Jahr die Euphorie.

"Unser Ziel ist und bleibt es, von keiner Mannschaft mehr überholt zu werden", sagte der Ex-Nationalspieler.

Ausgerechnet gegen Schalke hatte Babbel am 30. November 2008 (2:0) sein Bundesligadebüt als Chefcoach gefeiert.

"Alles möglich"

Trotz aller Dementis sind in der Schwabenmetropole Gedanken an das Wunder von 2007 allgegenwärtig: Damals wurde der VfB mit acht Siegen in den letzten acht Spielen überraschend deutscher Meister.

"Jetzt ist wieder alles möglich", äußerte Gomez, der am vergangenen Wochenende Tabellenführer Wolfsburg (4:1) mit seinen Saisontoren 20 bis 23 fast im Alleingang abschoss. (STATISTIK: Die Torjäger)

Heldt bekundet Treue

Beim Auftritt in Schalke steht vor allem Stuttgarts Sportdirektor Horst Heldt im Fokus: Schalke buhlt um den Ex-Nationalspieler, Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies ist sich sicher, dass Heldt nach Gelsenkirchen wechselt.

Der bekundet seine Treue zum VfB und macht eine kleine Ansage: "Es interessiert mich nicht, was Herr Tönnies sagt."

Auch zum Meisterschaftskampf hat Heldt eine klare Meinung: "Wer den Titel holen will, der muss jetzt alle Spiele gewinnen."

Europacup für S04 fast unerreichbar

Die Schalker haben nach zwei Niederlagen in Folge den internationalen Wettbewerb fast schon aus den Augen verloren.

Interimstrainer Mike Büskens, der den Rest der Saison auf Christian Pander (Knieverletzung) verzichten muss, weiß um die Schwere der Aufgabe:

"Ich bin zwar kein Mathematiker, doch in kenne mich in Mathe soviel aus, dass ich weiß: es wird für uns nicht einfach, noch Platz fünf zu erreichen."

"Spiel des Jahres" in Cottbus

Ungeachtet des VfB-Gastspiels auf Schalke steht Teil zwei des 32. Spieltages aber im Zeichen des Abstiegskampfes, der analog zum Titelrennen auf ein Herzschlagfinale herausläuft.

Besondere Brisanz birgt das "Endspiel" zwischen dem Tabellenvorletzten Energie Cottbus und der punktgleichen Borussia aus Mönchengladbach. (DATENCENTER: Tabelle).

"Das ist für uns das Spiel des Jahres. Da geht es um alles oder nichts", sagte Energie-Kapitän Timo Rost.

HSV vor Super-Gau

Auch die wie Cottbus und Gladbach ebenfalls mit 27 Zählern ausgestattete Arminia aus Bielefeld steht gegen den abgestürzten Herbstmeister 1899 Hoffenheim unter Druck.

Viel auf dem Spiel steht nach dem Doppel-K.o. im UEFA-Cup und DFB-Pokal zudem für den Hamburger SV (gegen VfL Bochum).

Der HSV kämpft um den Einzug in die Europa League (bisher UEFA-Cup). Eintracht Frankfurt will mit einem Punktgewinn gegen Werder Bremen endgültig den vorzeitigen Klassenerhalt besiegeln.

Neues Selbstvertrauen in Gladbach

Morgenluft im Abstiegskampf wittern nach dem "Last-Minute"-Erfolg gegen Schalke (1:0) die Gladbacher.

"Ich würde beim Blick auf die Tabelle, wo alles so eng ist, kein Geld darauf wetten, wer drinbleibt. Aber wer auf Gladbach setzt, macht alles richtig", erklärte Borussen-Trainer Hans Meyer voller Selbstvertrauen.

Frontzeck lobt Moral

Auch die Konkurrenz aus Bielefeld gibt sich nach drei Unentschieden in Folge zuversichtlich.

"Meine Mannschaft hat in den letzten Wochen einige schwierige Situationen gemeistert", sagte Coach Michael Frontzeck mit Blick auf die erkämpften Punkte nach Rückständen.

Hoffenheims Tobias Weis weiß, was ihn in der Bielefelder Arena erwartet: "Die werden um ihr Leben kämpfen."

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