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Szene aus dem Hinspiel: Colautti (r.) gegen den diesmal gesperrten Cottbusser Atan © getty

Beim Kellerduell zwischen Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach steht für beide Klubs die Bundesliga-Existenz auf dem Spiel.

Cottbus - In diesem "Endspiel" gibt es keine Trophäe zu gewinnen, und doch ist es für alle Beteiligten das Spiel des Jahres:

Wenn Energie Cottbus Borussia Mönchengladbach zum vielleicht entscheidenden Abstiegsduell empfängt, steht drei Spieltage vor Saisonende für beide Vereine die Bundesliga-Existenz auf dem Spiel (ab 19.30 Uhr LIVE).

Während die abstiegskampferprobten Cottbuser auf ihre Erfahrung setzen, hoffen die Gladbacher auf Rückenwind durch den "Lucky Punch" beim 1:0 gegen Schalke 04.

"Der Verlierer des Spiels ist zwar noch nicht abgestiegen, aber der Gewinner hat einen echten Schritt zum Klassenerhalt getan", sagt Borussia-Trainer Hans Meyer.

Meyer nimmts mit Humor

Seinen Humor hat er trotz der Nervenanspannung offenbar nicht verloren:

"Ich würde beim Blick auf die Tabelle kein Geld wetten, wer drin bleibt. Aber wer auf Gladbach setzt, macht alles richtig."

Die "Fohlen" (27 Zähler), die in der Liga noch nie in Cottbus gewinnen konnten, wollen mit aller Macht den punktgleichen Tabellenvorletzten aus der Lausitz auf Distanz halten. DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle

Kein Mitleid

Daher kann sich Meyer, der vor der Wende in der DDR-Oberliga als Trainer erfolgreich war, auch kein Mitleid erlauben.

"Der Fußball im Osten liegt mir schon am Herzen. Deshalb drücke ich Cottbus außer im direkten Vergleich ganz sicher die Daumen", erklärt der 66-Jährige:

"Ansonsten ist der Profifußball nichts für Romantiker."

"Mit Tugenden in die Knie zwingen"

Das wissen auch die Cottbuser, die das mit 20.000 Zuschauern gefüllte Stadion der Freundschaft zur Hölle umwandeln wollen.

"Wir müssen einen richtigen Fight liefern, die Gladbacher mit unseren Tugenden in die Knie zwingen", äußert Cottbus-Manager Steffen Heidrich.

Kapitän Timo Rost stellt klar: "Es geht um alles oder nichts. Das ist für uns das Spiel des Jahres."

Trainer Bojan Prasnikar setzt auf die Nervenstärke seines Teams: "Jedes Spiel bedeutet für uns Abstiegskampf. Ich hoffe, wir können diese Erfahrung nutzen."

Allerdings gab es nach der 1: 3-Niederlage gegen Rekordmeister Bayern München Pfiffe vom eigenen Publikum für den Slowenen, der mit seiner Personalpolitik nicht immmer glücklich wirkt.

"Wenn am Mittwoch auch nur einer pfeift, dann wird es schwer", sagt Prasnikar dazu.

Ohne Rangelow und Atan

Ausgerechnet beim wichtigsten Spiel der Saison wird Energie wohl auf seinen erfolgreichsten Torschützen Dimitar Rangelow (neun Treffer) verzichten müssen.

Der Bulgare zog sich gegen München eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu. Auch der Einsatz von Ivica Iliev (Leistenprobleme) ist fraglich.

Sicher fehlen wird der gelb-gesperrte Innenverteidiger Cagdas Atan.

Bei Gladbach kommt ein Einsatz des Stürmers Rob Friend nach seiner Fersen-Operation wohl noch zu früh.

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