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Diego wird Werder Bremen im UEFA-Cup-Finale gelbgesperrt fehlen © getty

Diegos Vater soll sich mit den Bayern schon geeinigt haben. Gleichzietig vermeldet ein anderer Berater den Wechsel nach Turin.

München - Der Transfer-Poker um Werder Bremens Spielmacher Diego steuert auf seinen Höhepunkt zu:

Gleich aus zwei Richtungen wird am Dienstag ein Wechsel des Brasilianers als perfekt vermeldet.

Wie die "Bild" erfahren haben will, soll sich der FC Bayern mit Diegos Vater und Berater Djair da Cunha über die Eckpunkte eines Vertrages einig geworden sein.

Demnach müssten sich nur noch die Vereine über die Wechselmodalitäten einig werden, zuletzt war von einer Ablöse von 25 bis 30 Millionene Euro die Rede.

Hoeneß: "Haben nicht verhandelt"

Uli Hoeneß stritt jedoch nach dem Sieg gegen Bayer Leverkusen (SPIELBERICHT: Dank "Poldi-Power": Bayern fertigt Leverkusen ab) Gespräche ab.

"Wir haben überhaupt nicht verhandelt", sagte der Bayern-Manager auf "Premiere".

FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge meinte zum angeblichen Treffen mit dem Vater von Diego: "Das möchte ich nicht bestätigen. Fakt ist, dass wir natürlich auch an dem einen oder anderen Spieler aus der Bundesliga Interesse haben. Das man da Gespräche führt, ist völlig normal."

Klartext in Sachen van Gaal

Vorher stehe ohnehin die Personalie des Trainers an. "Dann werden wir uns um die Spieler kümmern."

In Sachen von Wunschkandidat Louis van Gaal, den sein jetziger Verein AZ Alkmaar nur ungern ziehen lassen möchte, zeigte sich Rummenigge optimistisch, wollte aber noch nicht Vollzug vermelden.

Uli Hoeneß redete indes Klartext. Die letzte Aussage von van Gaal ist demnach, "dass er davon ausgeht, dass er am 1. Juli unser Trainer wird." Die Entscheidung werde "in den nächsten vier, fünf Tagen" verkündet.

Diego doch zu Juve?

Die Diego-Personalie bleibt so oder so spannend.

Der Schweizer Spielerberater Giacomo Petralito behauptet, dass ein Transfer Diegos zu Juventus Turin längst beschlossene Sache sei.

Petralito, der im Auftrag des brasilianischen Profis die Verhandlungen zwischen dem italienischen Rekordmeister und Werder begleitet hat, sagte dem "kicker": "Alle drei Parteien haben unterschrieben".

Werder war am Dienstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bayern aus dem Rennen?

Die Unterschriften seien laut Petralito nach über zehnstündigen Verhandlungen am vergangenen Mittwoch erfolgt, an dem eine Turiner Delegation an der Weser zu abschließenden Vertragsgesprächen erschienen war. (Diego-Wechsel rückt näher)

Laut Petralito soll der Spielmacher in Turin einen Fünfjahresvertrag erhalten. Die Ablösesumme soll sich auf 24,5 Millionen Euro belaufen.

Damit würde Diego zum zweitteuersten Spieler, der die Bundesliga je verlassen hat. Für den Ex-Bayern Owen Hargreaves hatte Manchester United 2007 25 Millionen Euro bezahlt.

"Jeder andere Klub macht sich strafbar"

Diego soll bei Juve rund vier Millionen Euro pro Jahr verdienen und zudem einen rund zehnprozentigen Anteil an der Ablösesumme kassieren, die Werder erhält.

Damit würden die Bremer, die im Mai 2006 für Diego sechs Millionen Euro an den FC Porto überwiesen hatten, aus diesem Geschäft etwa 22 Millionen Euro erlösen.

"Jeder andere Klub, der sich um Diego bemüht, macht sich strafbar", betonte der Diego-Mittelsmann und richtete ausdrücklich eine Warnung an die Adresse Bayern Münchens. Uli Hoeneß solle sich nicht die Finger verbrennen, "doch ich halte die Münchner für seriös genug, diesen Fehler nicht zu begehen."

Wechsel nur unter Bedingungen

Bayerns-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte am Dienstag gesagt: "Wenn feststeht, wer in der Saison 2009/2010 unser neuer Trainer ist, werden wir entscheiden, ob Personalien wie Gomez oder Diego von uns vorangetrieben werden. Diese Namen werden wir diskutieren."

Bei Diegos Unterschrift unter das komplizierte Vertragswerk soll es sich nach "kicker"-Informationen allerdings um eine Absichtserklärung handeln, wonach der Wechsel nur unter bestimmten Bedingungen in Kraft trifft.

Dabei handelt es sich um finanzielle Forderungen Diegos sowie ein Zusatzhonorar bezogen auf die Ablösesumme. Sollte sich die Konstellation ändern, wäre der Werder-Profi nicht an seine Zusicherungen gebunden.

Spekulationen über Clerc und Grosso

Um Nationalstürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart hatten die Bayern schon im vergangenen Sommer heftig gebuhlt.

Der VfB-Angreifer soll 35 Millionen Euro kosten. Sprechen wollen die Bayern auch mit Franck Ribery, "ob es eine Chance gibt, den bis 2011 laufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern", wie Rummenigge der "AZ" sagte: "Wir wollen ja nicht Kasse machen, wir wollen Klasse haben."

Da würde auch passen, dass zuletzt Barcelonas Alexander Hleb mit den Bayern in Verbindung gebracht wurde.

Aus Frankreich wird zudem kolportiert, dass die Münchner an den beiden Verteidigern Francois Clerc und Fabio Grosso von Olympique Lyon Interesse bekunden würden.

Spekuliert wurde auch, dass van Gaal aus Alkmaar Mittelfeldspieler Stijn Schaars mitbringt.

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