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Abstiegskampf in Cottbus: Dennis Sörensen (r.) gegen Gladbachs Karim Matmour © getty

Gladbach holt beim 1:0-Sieg in Cottbus wichtige Punkte im Abstiegskampf. Energie Cottbus muss um den Klassenerhalt bangen.

Cottbus - Borussia Mönchengladbach ist dem Ziel Klassenerhalt durch den zweiten "Last-Minute-Sieg" innerhalb von vier Tagen einen Riesenschritt nähergekommen.

Der Aufsteiger gewann dank des Kopfball-Treffers von Innenverteidiger Dante in der ersten Minute der Nachspielzeit das von Angst und viel Krampf geprägte "Abstiegs-Endspiel" bei Energie Cottbus mit 1:0 (0:0).

Damit verbesserte sich Gladbach mit nunmehr 30 Punkten auf den 14. Tabellenplatz.

Schon am vergangenen Sonntag hatte Roberto Colautti in der 90. Minute das Tor zum 1:0 der Borussia gegen Schalke 04 erzielt.

Meyer erleichtert

Trainer Hans Meyer zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: "Dieser Sieg steht uns richtig gut zu Gesicht."

Mit der ersten Halbzeit war der Coach aber nicht zufrieden: "Wir wussten, was uns hier erwartet. In der ersten Halbzeit haben wir zwar keine Torgefahr ausgestrahlt, aber das Spiel kontrolliert. In der zweiten Hälfte haben wir uns das 1:0 verdient, auch wenn wir vorher durchaus in Rückstand hätten geraten können."

Ziebig ist frustriert

Der Vorletzte Cottbus (27) dagegen muss zwei Spieltage vor Saisonende für den direkten Ligaverbleib auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Linksverteidiger Daniel Ziebig war bedient: "Das ist ein Schlag ins Gesicht."

Vor allem über das Zustandekommen des Gegentreffers ärgerte sich der Cottbuser: "Die Gladbacher spielen den Ball planlos in die Mitte. Und wir machen immer wieder dieselben Fehler. Das ist einfach bitter", so Ziebig.

Viele Fehler im Spielaufbau

Vor etwa 20.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft war beiden Teams die enorme Bedeutung dieser Begegnung deutlich anzumerken.

Fehler im Spielaufbau sowie eine vor allem in der ersten Hälfte nahezu ausschließlich auf Torabsicherung zielende Defensiv-Taktik verhinderten auf beiden Seiten vielversprechende Torraumszenen.

Sörensen mit Kopfballchance

Die einzig ernstzunehmende Chance der ersten Halbzeit ergab sich zwangsläufig aus einer Standardsituation. Der Cottbuser Dennis Sörensen scheiterte nach einer Ecke mit seinem Kopfball an Gladbach-Torhüter Logan Bailly (15.).

Die Gäste, bei denen Nationalspieler Marko Marin erst in der 67. Minute eingewechselt wurde, besaßen zwar die reifere Spielanlage, spielten ihre Konter aber nicht konsequent genug aus.

Nach dem Seitenwechsel übten die Gäste mehr Druck aus und kamen prompt zu Torchancen.

Colautti vergibt Riesenmöglichkeit

Zunächst musste Energie-Torhüter Gerhard Tremmel gegen seinen eigenen Mitspieler Ovidiu Burca (53.) parieren, nur sieben Minuten später rettete Mario Cvitanovic auf der Linie gegen Karim Matmour.

In der 63. Minute verpasste Stürmer Roberto Colautti die große Möglichkeit zum 1:0 für nun spielbestimmende Fohlen.

Rangelov fehlt Cottbus

Bei Cottbus wurden die verletzten Offensivspieler Dimitar Rangelov (Bänderdehnung im Sprungelenk) und Ivica Iliev (Leistenprobleme) schmerzlich vermisst.

Gladbach musste kurzfristig auf Tomas Galasek verzichten. Der Tscheche klagte beim Aufwärmen über Rückenschmerzen. Für ihn rückte Patrick Paauwe in die Startelf.

In einer ganz schwachen Partie erreichten einzig die Gladbacher Innenverteidiger Dante und Keeper Bailly sowie bei Cottbus mit Abstrichen Tremmel Normalform.

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