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Mesut Özil (l.) kam 2008 vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen © getty

Frankfurt kommt nach einem Platzverweis in der zweiten Hälfte gegen Bremen unter die Räder und muss weiter um den Klassenerhalt kämpfen.

Frankfurt/Main - Durch ein Debakel vor heimischer Kulisse hat Eintracht Frankfurt den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst.

Die Mannschaft des umstrittenen Trainers Friedhelm Funkel blamierte sich mit einem 0:5 (0:0) gegen DFB- und UEFA-Pokalfinalist Werder Bremen und kann damit noch nicht sicher für eine weitere Spielzeit im Oberhaus planen.

"Diese Niederlage ist sehr deprimierend. Wir sind alle riesig enttäuscht. Wenn wir in Zukunft in der Bundesliga bestehen wollen, müssen wir uns erheblich steigern", sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz sechs Punkte.

Zu allem Überfluss müssen die Frankfurter in den letzten Spielen noch auf Rechtsverteidiger Patrick Ochs verzichten, der nach einer Notbremse die Rote Karte sah (50.).

Frings trifft doppelt

Torsten Frings leitete vor 51.400 Zuschauern in der Frankfurter Arena nach dem Foul von Ochs an Mesut Özil im Strafraum per Foulelfmeter den erst zweiten Bremer Auswärtssieg der Saison ein (51.).

Nur fünf Minuten später sorgte der Nationalspieler mit einem Schuss von der Strafraumgrenze für das 2:0.

Der Grieche Alexandros Tziolis erhöhte nach einem Özil-Eckball auf 3:0 (60.), ehe Claudio Pizarro mit dem vierten Tor innerhalb von elf Minuten das Frankfurter Fiasko perfekt machte (62.).

Almeida trifft per Freistoß

Der für Pizarro eingewechselte Hugo Almeida erhöhte mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern sogar noch auf 5:0 (77.).

Die Bremer waren auch ohne den offenbar zu Juventus Turin wechselnden Spielmacher Diego (Muskelfaserriss) sowie die verletzten Innenverteidiger Per Mertesacker und Naldo bereits im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft.

"Die Mannschaft hat einen hervorragenden Auftritt hingelegt", stellte Werder-Coach nach Abpfiff zufrieden fest.

Allerdings sprang für die Gäste trotz ihrer deutlichen Überlegenheit nichts Zählbares heraus.

Pröll zunächst glänzend

Erst scheiterte Frings, der mit einem Schuss aus halblinker Position nur das Außennetz traf (5.).

Dann setzte Werder-Stürmer Markus Rosenberg einen Schuss knapp am rechten Torpfosten vorbei (14.).

Nur drei Minuten später hatte Pizarro die beste Möglichkeit für die Bremer in der ersten Halbzeit, doch Eintracht-Torwart Markus Pröll parierte aus kurzer Distanz glänzend.

Boenisch rettet auf der Linie

Nach 20 Minuten legten auch die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab und kamen etwas besser ins Spiel.

Doch einen Schuss von Mittelfeldspieler Alexander Meier konnte Werder-Verteidiger Sebastian Boenisch für den bereits geschlagenen Keeper Tim Wiese gerade noch auf der Torlinie retten (25.).

Anschließend zeigte Wiese bei einer guten Chance von Martin Fenin seine ganze Klasse (36.).

Wiese wieder ganz stark

Direkt nach Wiederanpfiff hatten dann erneut die Frankfurter Fans den Torschrei auf den Lippen.

Doch Eintracht-Torjäger Nikos Liberopoulos scheiterte erneut am seit Wochen starken Wiese (47.).

Nur drei Minuten später begann mit dem Elfmetertor von Frings dann aber der Frankfurter Untergang. "Wir können nicht zufrieden sein. In der ersten Halbzeit haben wir uns noch gut bewegt und uns durch Meier und Fenin auch gute Chancen herausgespielt, in der zweiten Halbzeit waren wir aber nur noch fünf Minuten konzentriert", sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel.

Anschließend hallten erneut "Funkel-raus-Rufe" durch das Stadion.

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