vergrößernverkleinern
Stuttgarts Cacau erzielte gegen Schalke sein sechstes Saisontor © getty

Stuttgart schlägt nach hartem Kampf Schalke. Die Schwaben bleiben damit weiter aussichtsreich im Meisterrennen.

Gelsenkirchen - Auch ohne seinen Rekord-Torjäger Mario Gomez bleibt der VfB Stuttgart auf der Zielgeraden im Titelrennen der Bundesliga.

Die Schwaben siegten bei Schalke 04 2:1 (1:1) und verkürzten den Rückstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg zwei Runden vor Schluss wieder auf zwei Punkte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nationalspieler Gomez, mit 23 Saisontreffern der erfolgreichste Stuttgarter Torjäger der Bundesliga-Geschichte, sah von der Bank aus zu, weil er wegen Adduktorenproblemen kurzfristig ausfiel.

Die beiden anderen Stürmer sicherten den Gästen vor 61.673 Zuschauern den ersten Sieg auf Schalke seit elf Jahren und die Fortsetzung einer eindrucksvollen Erfolgsserie.

Der gebürtige Brasilianer Cacau, der möglichereise vor seinem Debüt in der deutschen Nationalmannschaft steht (16.), und Gomez-Ersatz Ciprian Marica (57.) bauten mit ihren Toren die Stuttgarter Bilanz der letzten acht Spiele auf 22 von 24 möglichen Punkten aus.

Rakitic trifft für Schalke

Für die Schalker, die ihrem künftigen Trainer Felix Magath keine Schützenhilfe im Meisterschaftskampf leisteten, sorgte Ivan Rakitic mit einem direkt verwandelten Freistoß für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (39.).

Nach der dritten Niederlage in Folge können die Königsblauen auch rechnerisch keinen Europapokalplatz mehr erreichen.

Gomez litt auf der Bank mit. "Draußen zu sitzen, ist schlimmer, als mitzuspielen", sagte der Nationalspieler: "Ich hätte mit einer Spritze spielen können, aber ich wollte kein Risiko für die letzten beiden Spiele eingehen."

Babbel: "Wir können befreit aufspielen"

Der Teamchef des VfB, Markus Babbel, sagte nach dem Abpfiff: "Das war ein ganz wichtiger Sieg. Jetzt können wir befreit aufspielen. Wir wollen jetzt genauso engagiert gegen Cottbus auftreten und dann sehen, was am letzten Spieltag bei den Bayern noch möglich ist."

Schalkes Trainer Mike Büskens war indes enttäuscht. "Die Effektivität hat den Unterschied gemacht. Stuttgart hat unsere Fehler ausgenutzt."

Stuttgart mit offensivem Beginn

Das Fehlen des VfB-Torjägers machte sich nicht negativ bemerkbar. Die Gäste begannen offensiv und wurden schon früh belohnt. Nach einem kapitalen Fehler von Schalke-Kapitän Mladen Krstajic zog Cacau von der Strafraumgrenze ab und traf in den Winkel.

Schalkes Interimscoach Mike Büskens musste die verletzten Marcelo Bordon und Christian Pander ersetzen.

Dafür war Lewan Kobiaschwili wieder fit. Die Königsblauen bemühten sich, dem Titelanwärter einen offenen Schlagabtausch zu bieten.

Farfan vergibt Chance

So hatte Jefferson Farfan nur vier Minuten nach dem 0:1 die große Chance zum Ausgleich: Doch aus vier Metern köpfte der Peruaner den Ball über das Tor.

Danach erlahmten die Schalker Bemühungen, Fehler schlichen sich ein.

Stuttgarts Torwart Jens Lehmann musste erstmals eingreifen, als er nach einem 25-m-Schuss von Heiko Westermann den Ball über die Latte lenkte (37.). Zwei Minuten später war Rakitic mit einem direkten Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:1 erfolgreich.

Kuranyi ohne Glück

Nach dem Seitenwechsel hatte zwar der Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi die Chance zur Schalker Führung, doch der ehemalige Nationalspieler scheiterte zweimal aus kurzer Entfernung (49. und 50.).

Besser machte es auf der anderen Seite Marica: Nach einem Weitschuss von VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger wehrte Schalke-Schlussmann Manuel Neuer den Ball in die Mitte ab - genau vor die Füße des Rumänen, der das Geschenk dankend annahm.

Während bei den Gästen vor allem die Mittelfeldspieler Roberto Hilbert und Hitzlsperger gefielen, hatte Schalke in Heiko Westermann und Orlando Engelaar seine stärksten Kräfte.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel